z 241 stránek
1
2
Titul
3
4
Úvod
5
6
Z historie Universitní knihovny
7
8
9
10
11
12
13
České iluminované rukopisy
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
Vzácná bohemika
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
Z osudů knih a knihoven
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
Poznámky
67
68
Resumé (rus)
69
70
71
Summary
72
73
74
Résumé (fr)
75
76
77
Zusammenfassung
78
79
80
Seznam obrazových příloh
81
82
83
84
85
86
Rejstřík signatur
87
88
89
90
91
92
Rejstřík jmenný a věcný
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
Obsah
113
114
115
116
Obrazová příloha
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
196
197
198
199
200
201
202
203
204
205
206
207
208
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
230
231
232
233
234
235
236
237
238
239
240
241
Název:
Rukopisy a vzácné tisky pražské universitní knihovny
Autor:
Urbánková, Emma
Rok vydání:
1957
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
240
Obsah:
- 3: Titul
- 5: Úvod
- 7: Z historie Universitní knihovny
- 14: České iluminované rukopisy
- 29: Vzácná bohemika
- 52: Z osudů knih a knihoven
- 67: Poznámky
- 69: Resumé (rus)
- 72: Summary
- 75: Résumé (fr)
- 78: Zusammenfassung
- 81: Seznam obrazových příloh
- 87: Rejstřík signatur
- 93: Rejstřík jmenný a věcný
- 113: Obsah
- 117: Obrazová příloha
Strana 78
ZUSAMMENFASSUNG
In der Abteilung der Handschriften und wertvollen Drucke der Universitäts-
bliothek in Prag sind die ältesten und wertvollsten Fonds der Bibliothek aufbewahrt —
Manuskripte, Wiegendrucke, alte und seltene Drucke böhmischer, sowie auch fremder
Herkunft. Den Charakter der Abteilung bilden vorwiegend Bohemica, wie es sich aus der
historischen Entwicklung der Universitätsbibliothek ergibt, die vom Anfang an eng
mit der Karlsuniversität verbunden war. Die schon im XIV. Jahrhundert gegründeten
Kollegiumsbibliotheken gehören zum ältesten Fond der Universitätsbibliothek. Neben
ihnen entstand im Jahre 1556 die Jesuitenbibliothek im Klementinum, im XVII.
und XVIII. Jahrhundert wachsen die juristische und medizinische Bibliothek im Karo-
linum an. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens im Jahre 1773 wurden alle diese
älteren Bibliotheken im Klementinum konzentriert und durch Bibliotheken der auf-
gehobenen Klöster ergänzt. Dies war die Grundlage der verstaatlichten und öffentlich
gewordenen Universitätsbibliothek, deren erster Aufbauer K. R. Ungar war. Sein
organisatorisches Werk wurde in der Mitte des XIX. Jahrhunderts durch einen der
größten Leiter der Universitätsbibliothek P. J. Šafařík vollendet.
In den reichen Fonds der illuminierten Handschriften böhmischer Herkunft
besitzt die Universitätsbibliothek einige Kodexe von Weltbedeutung, in erster Reihe
den Kodex Vyšegradensis (No. 22), ein Krönungsevangelistar vom Ende des XI. Jahr-
hunderts; wahrscheinlich ein Werk aus einer Prager Werkstatt. Die schönste Hand-
schrift, die in der bedeutenden Schreiber- und Malerwerkstatt des ältesten böhmischen
weiblichen Klosters zu Sankt Georg auf den Prager Burg (No. 25—39) entstand, ist
das s. g. Passional der Abtissin Kunigunde (No. 33) aus den Jahren 1314—1321, ein
Werk des Domherren Beneš. Die illustrierte Velislavbibel (No. 48) stellt eine wichtige
Quelle für die Kentniss des kulturellen Lebens in der Mitte des XIV. Jahrhunderts dar.
In der, seinerzeit sehr beliebten naturhistorischen Schrift von Thomas Cantimpratensis
(No. 51), finden wir einen interessanten Versuch einer realistischen Darstellung der
Natur. Unter den Gebetbüchern vom Ende des XIV. Jahrhunderts, zeichnet sich das
reichlich geschmückte und außerordentlich schön geschriebene Brevier des Beneš von
Valdstejn (No. 68) aus. Von den tschechischen Handschriften sind besonders die vom
Jahre 1376 stammenden „Sechs Bücher“ des Philosophen Thomas von Štítné (No. 64)
reichlich illuminiert; unter den tschechischen Bibeln der hussitischen Epoche sind
namentlich eine, der Tradition nach von einer Müllerin aus Tábor geschriebene Bibel,
die s. g. „Táborbibel“ (No. 73) und ein Altes Testament (No. 72) mit einer einzigartigen,
zeitgenössischen Zeichnung eines Hussitenheeres hervorzuheben. Vom Zeitalter der
beginnenden Renaissance in unseren Ländern stammt das prachtvolle Lobkovitzer-
brevier (No. 90) vom Jahre 1494, und das umfangreiche Werk „Leben der heiligen
Väter“ (No. 91) vom Jahre 1516, eine Ubersetzung des Humanisten Hrubý von Jelení.
78