z 362 stránek
I
II
Titel
III
IV
Vorwort
V
VI
Einleitung
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Nachtrag
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
Edition
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
196
197
198
199
200
201
202
203
204
205
206
207
208
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
230
231
232
233
234
235
236
237
238
239
240
241
242
243
244
245
246
247
248
249
250
251
252
253
254
255
256
257
258
259
260
261
262
263
264
265
266
267
268
269
270
271
272
273
274
275
276
277
278
279
280
281
282
283
284
285
286
287
288
289
290
291
292
293
294
295
296
297
298
299
300
301
302
303
304
305
306
307
308
309
310
311
312
313
314
315
316
Register
317
318
319
320
321
322
323
324
325
326
327
328
329
330
331
332
333
334
335
336
337
Berichtigungen
338
- s. 228: … Grafen mit noch zwei andern, und zwar nach Rom, zu St. Jakob, gen Einsiedeln, zu Unserer lieben Frauen nach Aachen und zum…
- s. 266: … die geistlichen Herren vom Dome, von den Stiften und von St. Jakob ausgewandert sind, sind gütlich gesühnt, geschlichtet und beigelegt durch Ver-…
- s. 309: … dem brennenden Kloster, und als er zu der Pforte bei St. Jakob kam, wo zwei aus Stein ge- hauene Löwen standen, wurde…
Název:
Das Leben König Sigmunds von Eberhard Windecke
Autor:
von Hagen, Theodor
Rok vydání:
1886
Místo vydání:
Leipzig
Počet stran celkem:
362
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XXIV+338
Obsah:
- III: Titel
- V: Vorwort
- VII: Einleitung
- XVII: Nachtrag
- 1: Edition
- 317: Register
- 338: Berichtigungen
Strana 309
Leben König Sigmunds. Kap. 354.
309
zehrt hatten und nichts mehr besaßen als den Dom und das
Haus zum Stein, in dem sie sich behaupteten, baten sie um
Frieden. Den gewährte man unter der Bedingung, daß der
Friede zu Ende sein solle, wenn eine der beiden Parteien die
Glocken läuten würde. Man hielt das am Johannistage in der
Ernte vom Morgen bis zum Mittag. Die Handelsleute und
das gewöhnliche Volk aber schrieen laut über ihn,1) daß die
Ritter keine Sühne annehmen wollten. Bischof Arnold saß im
Hause in einem Fenster und hatte die Ellbogen aufgestützt, um
zu ruhen. Da läuteten die Metzger die Glocken, und der Bischof
schlug sich in das Kloster auf St. Jakobs Berge durch. Die
Leute liefen vor das Kloster und forderten seine Auslieferung,
und als die Mönche ihn verleugneten, zündeten die Mainzer
das Kloster an. Da baten die Mönche, daß man sie aus dem
Feuer gehen ließe, und kamen in einer Procession mit den
Kreuzen und Heiligenbildern. Bischof Arnold aber hatte eine
Mönchskutte an und ging mitten unter ihnen. Da sah ihn ein
Metzger, rief: „Hier kommt Arnold“ und zog vom Leder. Daraus
floh der Bischof wieder nach dem brennenden Kloster, und als
er zu der Pforte bei St. Jakob kam, wo zwei aus Stein ge-
hauene Löwen standen, wurde er bei dem einen Löwen erstochen,
linker Hand, wenn man zur Thür hineingeht. Man verbot ihn
zu bestatten, und so lag er bis an den dritten Tag, und die
Höker und gewöhnlichen Leute kamen, stießen Feuerbrände in
seinen Mund und zerrten den Leichnam hin und her. Da baten
die Herren an Unser Frauenkirche, daß sie ihn auf ihrem Gras--
platze im Kreuzgange begraben dürften. Hier ist er bestattet.
—
Damals waren alle Straßen [von Mainz] mit Gras be-
wachsen, und die Pfaffen unterhandelten mit der Stadt, unter-
warfen sich auf deren Gnade und gelobten zu halten, was ihnen
die Stadt auferlegen würde. Die Stadt befahl ihnen, daß sie
sich um keines Bischofs willen jemals der Stadt widersetzen
1) Hdschr.: uber in, vielleicht under in = unter sich.