z 362 stránek
I
II
Titel
III
IV
Vorwort
V
VI
Einleitung
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Nachtrag
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
Edition
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Berichtigungen
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Název:
Das Leben König Sigmunds von Eberhard Windecke
Autor:
von Hagen, Theodor
Rok vydání:
1886
Místo vydání:
Leipzig
Počet stran celkem:
362
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XXIV+338
Obsah:
- III: Titel
- V: Vorwort
- VII: Einleitung
- XVII: Nachtrag
- 1: Edition
- 317: Register
- 338: Berichtigungen
Strana 255
Leben König Sigmunds. Kap. 312—214.
255
in den schwersten Bann gethan war und danach in des Kaisers
Acht erklärt und der Ehren und Würden beraubt ward. Danach
sandte Kaiser Sigmund am Donnerstag vor Pfingsten 1434
Boten in die Schweiz und ersuchte die [Schweizer], ihm gegen
Herzog Ludwig zu helfen und die ganze schwäbische Ritterschaft
entbot er nach Ulm und blieb da wohl zehn Wochen. Doch
ward der Streit beigelegt, so daß Herzog Ludwig zu Gnaden
kam. Freilich mußte er dem Reiche Schwäbischwörth1) wieder-
geben, den Geistlichen, die er geschädigt hatte, mußte er ihr Be-
sitzthum wieder erstatten und 12000 Gulden dazu und den Welt--
lichen, denen er Schaden zugefügt hatte, mußte er ebenfalls ihre
Güter wiedergeben und dazu 11 300 Gulden Schadenersatz, endlich
dem Kaiser auch ein etiam, so daß dieser damit zufrieden war.
Hierauf ward bewerkstelligt, daß der Kaiser über Augsburg und
München nach Regensburg zog, wo die Böhmen zu ihm kamen,
mit denen er sich einigte. Wie sich dieses gestaltete, das findest
Du unten.
314. Wie der Kaiser mit Macht nach Regensburg ging,
während deffen die Hussiten einen Zug unternommen hatten.
Während der Kaiser im Jahre 1433 auf dem Konzile zu
Basel war, waren die leidigen Hussiten und böhmischen Ketzer
zu Felde gezogen, und da die Deutschen dieselben nie vertreiben
konnten, so viel sie auch nach Böhmen ziehen mochten, wie das
oben vielfach beschrieben ist, so beabsichtigte der Kaiser mit den
böhmischen Landherren und mit den Städten die Einigkeit her-
zustellen, damit die auf dem Wissehrad und in der Prager Neu-
stadt vernichtet würden, die sich Waisen und Taboriten nannten.
Als nun die Städte und die Landherren der Sache müde geworden
waren, da es zwanzig Jahre gewährt hatte, und als der König
Sigmund ohne alle Hilfe der Deutschen römischer Kaiser geworden
war, in demselben Jahre wurden die leidigen Hussiten und
böhmischen Ketzer ohne Zuthun und Hilfe aller deutschen
1) Jetzt Donauwörth, über den Prozeß vergl. Aschb IV, 224 und Kap. 319.