z 362 stránek
I
II
Titel
III
IV
Vorwort
V
VI
Einleitung
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Nachtrag
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
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Edition
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Berichtigungen
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Název:
Das Leben König Sigmunds von Eberhard Windecke
Autor:
von Hagen, Theodor
Rok vydání:
1886
Místo vydání:
Leipzig
Počet stran celkem:
362
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XXIV+338
Obsah:
- III: Titel
- V: Vorwort
- VII: Einleitung
- XVII: Nachtrag
- 1: Edition
- 317: Register
- 338: Berichtigungen
Strana 119
Leben König Sigmunds. Kap. 150—157.
119
Frieden auf zehn Jahre. Wie er hernach handelte, wirst Du
unten finden.
152. Wie der König Sigmund ein Heer sammeste und mit
großer Macht gegen Böhmen zog und viele Herren aufforderte
nach Böhmen zu kommen.
In derselben Zeit vermehrten sich die Hussiten mehr und
mehr. Daher sammelte der römische König ein Heer und zog
abermals gegen die Hussiten und Ketzer nach Böhmen mit großer
Macht. Da geriethen die Hussiten in große Besorgniß und
schrieben Briefe an alle benachbarten Städte, wie der unten
folgende lautet.1)
154. Wie die angesehensten Prager Bürger Gesandte zu
König Sigmund schickten und ihm ihre Noth klagten.
Zu der Zeit2) als die Hussiten in der Krone zu Böhmen
großen Jammer und Leid anrichteten, wovon nicht der hundertste
Theil zu erzählen ist, kamen die ehrbaren Bürger aus der Stadt
Prag und der Krone Böhmen und schrieben ihre Noth dem
Könige kläglich, wie unten folgt.3)
157. Wie der König nach Regensburg kam und die Herren
und Fürsten aufforderte zu ihm zu kommen.
Danach setzte der König im Jahre 14224) einen Tag nach
Regensburg mit den Fürsten fest und kam am Montage vor
Maria Magdalene [20. Juli] desselben Jahres selbst dahin. Die
Fürsten aber waren in Nürnberg und wollten nicht nach Regens-
1) Kap. 153. Enthält ein Schreiben d. d. Prachatitz am Freitag vor Katharinentage
gezeichnet von Johann Ziska, Chval von Machovic, Hauptmann vom Tabor und Jenic,
Hauptmann von Prachatitz, in welchem die Städter aufgefordert wurden, ihre Beitritts-
Erklärung zu den vier Prager Artikeln (Aschb. 11, 80) schriftlich abzugeben; widrigenfalls
sie als Feinde Gottes und aller Brüder vom Tabor angesehen werden würden. Vergl.
von Bezold 1, p. 130. — 2) Frühiahr 1422; Aschb. III, 145, vergl. III, 160, 46. — 3) In
Kap. 155 klagen Bürger aus allen Theilen der Stadt Prag dem König Sigmund die Leiden,
die sie haben erdulden müssen, und die in Kap. 156 näher dargelegt werden: Bei einem
Tumult, der sich aus Anlaß der königlichen Anfrage, „ob die Prager Sigmund als König
anerkennen wollten, oder nicht“, entwickelt habe, hätten sie aus Prag fliehen müssen. Später
seien auch ihre Weiber und Kinder vertrieben worden, daher möge sich der König ihrer als
Verbannter annehmen. — 4) Aschb. III, 149: 25. Juli 1422.