z 362 stránek
I
II
Titel
III
IV
Vorwort
V
VI
Einleitung
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Nachtrag
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
Edition
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Berichtigungen
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Název:
Das Leben König Sigmunds von Eberhard Windecke
Autor:
von Hagen, Theodor
Rok vydání:
1886
Místo vydání:
Leipzig
Počet stran celkem:
362
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XXIV+338
Obsah:
- III: Titel
- V: Vorwort
- VII: Einleitung
- XVII: Nachtrag
- 1: Edition
- 317: Register
- 338: Berichtigungen
Strana 134
134
Eberbard Windecke.
183. Wie der König von Dänemark zum Könige von Polen
kam und in Krakau gar herrlich empfangen ward.
Als der König von Polen den römischen König Sigmund
gebeten hatte zu seinen Freunden nach Krakau zu kommen, war
der König von Dänemark nach Ofen zum römischen Könige
gekommen, wie oben1) erzählt ist. Daher sandte der römische
König seinen Vetter, den König von Dänemark, wieder nach
Krakau, damit er dort alle Verhältuisse ausgleiche und gründlich
erfahre, ob der römische König, sein Vetter, nach Krakau ziehen
könne und dort und überhaupt in Polen sicher sei. Denn sie
hatten schon mehr treulos gegen ihn gehandelt, so daß er in
Sorgen sein mußte. Als nun der König von Dänemark in
Krakau gewesen war und alle Dinge genau erfahren hatte, kam
er nach Ungarn in die Grafschaft Zips zurück und ließ dem
römischen Könige sagen, er möge zu ihm kommen, sie wollten
beide nach Krakau zu den Freunden. Darauf machten sich der
König und die Königin auf und kamen über Ofen und die Zips
am Freitage nach Matthiastage [24. Februar] 1424 nach Krakau.
Hier blieben sie bis zum Sonntag Reminiscere, an welchem
Tage sie von Krakau schieden. Aber aus der Heirath zwischen
der Tochter des Königs [von Polen] und dem Sohne2) des
Königs von Dänemark, um deren willen sie dort waren, wurde
damals nichts, so daß der römische König sehr zornig wurde
und den König von Dänemark mit sich nach Ungarn führte.
Als sich das Osterfest nahte, nahm der König von Dänemark
seinen Wohnsitz im Kloster St. Pauli, des ersten Einsiedlers,
bei Blindenburg, und blieb daselbst die heiligen Tage über.
In derselben Zeit kamen die Abgesandten der Kurfürsten,
nämlich Herr Johann von Brün, Bischof von Würzburg, Herr
Rhaban, Bischof von Speier, einer von Helmstedt, der Rath
des Bischofs von Mainz, Dietrich Kämmerer, der Hofmeister des
Herzogs von Heidelberg, die Räthe der Bischöfe von Mainz
1) Kap. 180 Ende — 2) Oben Kap. 180, 3, richtiger „Schwestersohn".