z 362 stránek
I
II
Titel
III
IV
Vorwort
V
VI
Einleitung
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Nachtrag
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
Edition
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Berichtigungen
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- s. 38: … Juden und an unsere Kammerknechte ge macht, die im ganzen Königreiche Böhmen waren, hat sie, Jung und Alt, Weiber und Kinder, gebrandschatzt,…
- s. 140: … Brände, Gewalt und Mordthaten und manchen unvermeidlichen, überschwänglichen Schaden im Königreiche Böhmen angesehen haben, [die geschehen sind] durch Uneinigkeit des Willens in…
Název:
Das Leben König Sigmunds von Eberhard Windecke
Autor:
von Hagen, Theodor
Rok vydání:
1886
Místo vydání:
Leipzig
Počet stran celkem:
362
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XXIV+338
Obsah:
- III: Titel
- V: Vorwort
- VII: Einleitung
- XVII: Nachtrag
- 1: Edition
- 317: Register
- 338: Berichtigungen
Strana 140
140
Eberhard Windecke.
da sie nichts davon wissen wollten, ließ er ihnen den folgenden
Brief vorlesen.
191. Wie man dem römischen Könige den Brief vorlas,
welchen ihm die Ketzer aus Böhmen geschickt hatten.
In Gottes Namen Wir Konrad, Erzbischof zu Prag, Herren,
Bürgermeister, Schöffen und die Gemeinde der Stadt Prag1),
Herren, Ritter, Knechte und Gemeine des böhmischen Landes2)
im Namen Gottes in der Stadt Prag versammelt, geben öffent
lich kund allen denen, die diesen Brief sehen oder vorlesen hören,
daß wir viele große Unfälle, Verderbnisse, Brände, Gewalt und
Mordthaten und manchen unvermeidlichen, überschwänglichen
Schaden im Königreiche Böhmen angesehen haben, [die geschehen
sind] durch Uneinigkeit des Willens in der Vernunft und Begehr-
lichkeit in göttlichen Rechten, die in unsern Landen von Alters
her berufen sind, und begehren daher wegen unserer Schuld die
Unordnung in Ordnung, die Unreinheit in Reinheit und in
völligen Frieden zu verwandeln und daselbst zum gemeinsamen
Nutzen des Königreiches zu bestätigen.3)
Als dieser Brief, der noch viel länger war, als hier geschrieben
steht, den böhmischen Herren vorgelesen war, ließ der römische
König alle Kurfürsten und Herren, die da waren, eines Morgens
in die große Stube des Schlosses in Ofen kommen und hielt
Rath, wie er in diesen Angelegenheiten handeln sollte. Während
sie so dastanden und beriethen, kam dem König Nachricht, daß
des türkischen Kaisers Gesandtschaft gekommen sei. Da nahm
der römische König den Kardinallegaten Placentinus, den Patri¬
archen, einen Herzog von Teck, und alle andern geistlichen
Fürsten zu sich auf die linke Seite, und die weltlichen Herren
und Fürsten: die Herzöge Heinrich, Hans, Wilhelm von Baiern,
Albrecht von Destreich, Rompolt und Kenntner aus Schlesien,
1) Folgen 21 Namen. — 2. Folgen neun Namen. — 3) Die in den Handschriften noch
folgenden Sätze des Briefes sind unverständlich und augenscheinlich in schlechtem Deutsch
verfaßt.