z 362 stránek
I
II
Titel
III
IV
Vorwort
V
VI
Einleitung
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Nachtrag
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
Edition
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Berichtigungen
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- s. 3: … sollten. Also gab Kaiser Karl seinem Sohne, König Wenzel, das Königreich Böhmen und erwarb ihm von den Kurfürsten den Besitz des römischen…
- s. 16: … Sigmund mit 12000 Mann von Ungarn in das Land und Königreich Böhmen. Da er außer Landes ziehen mußte, schickte er zu seinen…
- s. 96: … Ketzer zum römischen und ungarischen König Sigmund, an den das Königreich Böhmen gefallen war, daß er ihnen die folgenden Stücke bestätige und…
- s. 98: … zum Nutzen des Landes angelegt werden sollen. Alle Schätze des Königreichs Böhmen, sollen nicht verzehrt werden, sintemal sie vor Alters zum besten…
- s. 99: … der Ordnung Gottes, um des Friedens und der Eintracht des Königreichs Böhmen willen be stätigen. — Wie es später ging, das findest…
- s. 256: … getödtet oder vertrieben. Nun prüfet, was mich bedünkte, daß das Königreich Böhmen sich dadurch eine große Macht erkämpft hat; denn was alle…
Název:
Das Leben König Sigmunds von Eberhard Windecke
Autor:
von Hagen, Theodor
Rok vydání:
1886
Místo vydání:
Leipzig
Počet stran celkem:
362
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XXIV+338
Obsah:
- III: Titel
- V: Vorwort
- VII: Einleitung
- XVII: Nachtrag
- 1: Edition
- 317: Register
- 338: Berichtigungen
Strana 3
Leben König Sigmunds. Kap. 1—3.
3
2. Wie Kaiser Karl, König von Böhmen, vor seinem Tode
verordnete, wie es seine Söhne und Markgraf Wenzeslaus von
Mähren Söhne nach seinem Tode halten sollten, und jeglichem
sein Land anwies.
Du sollst wissen, daß im Jahre 13861) nach Christi Geburt,
als Kaiser Karl König von Böhmen war und lebte, er ver
anstalten und verordnen wollte, wie sich seine Söhne und seine
Neffen, seines verstorbenen Bruders des Markgrafen Wenzeslaus2)
von Mähren Söhne, nach seinem Tode verhalten sollten. Also
gab Kaiser Karl seinem Sohne, König Wenzel, das Königreich
Böhmen und erwarb ihm von den Kurfürsten den Besitz des
römischen Reiches in deutschen Landen mit des Reiches Städten
und Einkünften, die er den Kurfürsten dafür gab, verschrieb und
versetzte. Dadurch kam hernach das römische Reich, während doch
seine Erben alle ohne männliche Erben starben, in große Armuth
und Noth, denn er that übel am Reiche, daß er dessen Einkünfte
um seiner Söhne persönlicher Ehre willen so verschleuderte, wie
Du wohl unten findest. Ebenso bestimmte er und gab daraus
dem Herzog Hans, seinem Sohne, das Land zu Schweidnitz,
Görlitz und das Lausitzer Land. Derselbe war ein ehrbarer,
frommer, tüchtiger, wahrhafter Herr und wie man sagte, wurde
er um der rechten Wahrheit willen seinen Bruder und seinen
Vettern verhaßt und er mußte darum so jung an Gift sterben.
Ebenso gab er 3) dem Markgrafen Jobst und dessen Bruder Prokop
das Land Mähren und seinem eigenen Bruder, dem Herzog
Wenzel, das Land Brabant.4) So waren diese abgefunden.
3. Wie Kaiser Karl, König von Böhmen, seinen Sohn Sig-
mund in das Land und in die Mark Brandenburg führte und
ihn zum Herren darin machte.
Darauf nahm er seinen Sohn Sigmund und führt ihn in
1) Jahreszahl, wie sehr oft bei Windecke falsch, Wenzel ward schon 6. Juli 1376 in
Aachen gekrönt und Karl IV. starb November 1378. — 2) Vielmehr Johann (Heinrich). —
3) Karl IV. — 4) Ungenau. Wenzel erwarb Brabant durch Verheirathung, er erhielt das
Stammland Luxemburg. Vergl. Aschb. I, 11.