z 362 stránek
I
II
Titel
III
IV
Vorwort
V
VI
Einleitung
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Nachtrag
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
Edition
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Berichtigungen
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Název:
Das Leben König Sigmunds von Eberhard Windecke
Autor:
von Hagen, Theodor
Rok vydání:
1886
Místo vydání:
Leipzig
Počet stran celkem:
362
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XXIV+338
Obsah:
- III: Titel
- V: Vorwort
- VII: Einleitung
- XVII: Nachtrag
- 1: Edition
- 317: Register
- 338: Berichtigungen
Strana 291
Leben König Sigmunds. Kap. 345.
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schrieb mir einen Brtef, der hier abgeschrieben1) steht. So schied
mein Bote von dem edeln Kaiser Sigmund zu Znaym im Jahre
1437. Um Weihnachten darauf gingen in Mainz Gerüchte um,
die von einigen Geistlichen ausgebracht waren, daß der edle Kaiser
Sigmund am Tage conceptionis Mariae [8. Dec.] gestorben sei.
Die Geistlichkeit hatte die Wahrheit gesagt, was mir, Eberhard
Windecke, sehr schmerzlich war. Auch mußte ich mancherlei
Reden anhören, die ich nicht gern hörte, doch schwieg ich still,
bis ich den rechten Sachverhalt erfuhr. Leider wurde es be-
stätigt: Gott sei ihm barmherzig und allen, die ihn lieb haben!
Als der Papst Eugenius und das Basler Konzil mit
einander Streit hatten und sich über die Kirchenreformation und
über den Ort nicht einigen konnten, wohin das Konzil verlegt
werden sollte, — denn zu Basel war es bereits vier Jahre lang
gewesen — so sandten sie Botschaften nach Frankfurt am Main
zu den Kurfürsten, und ebenso an den Kaiser nach Böhmen,
oder wo man ihn finden mochte. Der Papst und das Konzil
überließen dem Kaiser die Entscheidung: wohin der Kaiser das
Konzil verlegt haben wolle, dabei solle es sein Bewenden haben.
Auch [stellten sie ihm anheim], ob man mit dem Konzil dem
Papste, oder ob der Papst dem Konzile folgen solle, und welche
Partei die Macht erhalten oder haben sollte, die Reformation
vorzunehmen, oder ob der Kaiser selbst es thun wolle. Niemals
hat man gelesen, gehört oder vernommen, daß je einem Fürsten
solches gewährt oder solche Gewalt gegeben wurde, daß er das
geistliche Schwert mit dem weltlichen hatte oder haben konnte.
Das kam daher, daß Kaiser Sigmund ein grundbiederes Herz war.2)
In jener Zeit waren auch der Rath und die Gemeinde der
Stadt Mainz in Streitigkeiten, denn im Jahre 14273) war die
Stadt in große Schulden gerathen, was man hernach wohl be-
1) Diese Abschrift fehlt — 2) Der Schluß dieses Kapitels, sowie Kap. 346 fehlen in G.
— 3) C: 1437, gemeint sind wohl die Kosten, welche der Stadt aus den Rüstungen zum
Hussitenkriege erwuchsen. Vgl. zu 315, 1.
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