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I. Hussitenbriefe
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II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
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- s. 52: … Stadt Eger anläßlich der Hussiten- kriege erwachsenen Auslagen. 1437, August. »Stadt Eger wegen des hussiten kriegs und anderen feindlichen un- ruhen ist…
- s. 53: … kais. Akademie der Wissenschaften erschienenen Be- richte »Das Archiv der Stadt Eger« hingewiesen. Dieses Buch befaßt sich ausschließlich mit gemeinwichtigen Urkunden aus…
Název:
Aus dem Egerer Stadtarchive, Mitteilungen des k. k. Archivrates Bd. 2, 1916, s. 33-73
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
37
Počet stran předmluvy plus obsahu:
37
Obsah:
- 33: I. Hussitenbriefe
- 53: II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
Strana 53
Aus dem Egerer Stadtarchive.
53
Welche große außlaagen und erlittene schäden eben in diefem jahr
(1437) ihro Kay. May. Sigismundo, do er allhier lehen verliehen, wie nach-
stehend zu leßen, vorgetragen und verrechnet worden, die stadt destwegen viel
privilegiert, aber wenig ergötzt.«
Ratschronik, Fol. 49b bis 51b (Sign.: G, 12).
II. Aus einem Kopialbuche des Egerer Stadtarchivs.
Außer den mit 1457 beginnenden Korrespondenz-Kopialbüchern,
welche den Briefwechsel des Rats nach auswärts enthalten, besitzt unser
Archiv auch mehrere Urkunden-Kopialbücher aus dem 15. Jahrhundert
mit zahlreichen Abschriften von Testamenten, Verträgen, Urfehdebriefen
usw., mitunter auch von allgemein wichtigen Urkunden.
Auf die Bedeutung eines dieser Bücher der letztgenannten Gruppe
hat schon Prof. Dr. Franz Kürschner in seinem im XLII. Bande der
Mitteilungen der kais. Akademie der Wissenschaften erschienenen Be-
richte »Das Archiv der Stadt Eger« hingewiesen. Dieses Buch befaßt
sich ausschließlich mit gemeinwichtigen Urkunden aus der Hussitenzeit,
aus der Zeit Georgs von Podiebrad, K. Albrechts II., K. Friedrichs III.
und auch mit einigen Reichstagsakten. Es lag ursprünglich nur in losen
Bögen vor, wurde erst vor einigen Jahren mit einem dauerhaften Ein-
bande versehen und besteht aus acht Lagen mit achtundachtzig Blättern
in Folio, und zwar fünf Lagen zu zwölf, zwei zu je zehn und eine Lage
mit acht Folien. Das erste und letzte Blatt sind unbeschrieben.
Die einzelnen Abschriften sind nicht in zeitlicher Ordnung, sondern,
wie eben der Kopist die Originale oder Gleichstücke zur Hand bekam,
was auch bei anderen unseren Kopialbüchern der Fall ist, hintereinander
ohne Zwischenräume eingetragen.
So sauber und nett das ganze Buch geschrieben ist, so nahm sich
der Schreiber bei einigen Urkunden doch nicht die Mühe, auch das
Datum des Stückes mit beizufügen. Mit einem »Geben etc.« schließt er
die Abschrift ab, und bei Sicherstellung der Ausstellung stößt man in-
folge des Mangels einschlägiger Literatur bisweilen auf recht erhebliche
Schwierigkeiten.
Im ganzen weist das Kopiale nur zwei verschiedene, dabei sehr
geübte Handschriften auf, die beide ihrem Charakter nach der ersten
Hälfte und der Mitte des 15. Jahrhunderts angehören. Die erste Schrift
von Folio 2 ab zeigt viele Ahnlichkeiten mit der Schrift des Egid
(»Gilg«) Mulffer, der vom Jahre 1429 bis 1462 Stadtschreiber in Eger
war. Mit Sicherheit läßt sich aber das nicht behaupten, weil von ihm
sonst nur fluchtig geschriebene Konzepte mit Abkürzungen zur Ver-
gleichung vorliegen. Mitten im Satze einer Urkunde vom Jahre 1434,
auf Folio 40 a, bricht er (mit »und«) ab, eine zweite Hand setzt mit