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I. Hussitenbriefe
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II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
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Název:
Aus dem Egerer Stadtarchive, Mitteilungen des k. k. Archivrates Bd. 2, 1916, s. 33-73
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
37
Počet stran předmluvy plus obsahu:
37
Obsah:
- 33: I. Hussitenbriefe
- 53: II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
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Dr. Karl Siegl.
»des zu urkunde haben wir obgenannten. .“ (ohne Schluß).
Fol. 16 b bis 17 b. — Da zwischen den genannten Fürsten wiederholt Bünd-
nisse abgeschlossen worden sind, ist es schwer, die Datierung des vorliegenden Stückes
festzustellen. Da Wilhelm (III.) von Sachsen im Jahre 1445 in die Regentschaft ein-
trat und Bischof Anton von Bamberg am 5. Mai 1459 starb, wäre es um 1450 zu
setzen. — Bischof Anton (von Rotenhan) zu Bamberg regierte vom 16. Mai 1431 bis
5. Mai 1459, Bischof Johann III. (von Grumpach) vom 14. April 1455 bis 11. April 1466.
37. (1448 bis 1451.) — »Ditz sind meins hern hertzog Wilhelms
rechtpot auf meiner hern, der fursten, beger, doch den fridbrif und
anlas darauf, diser tag her von eint ist, unvorgriffentlichen.« Die Her-
zoge und Gebrüder Wilhelm und Friedrich von Sachsen einigen
sich dahin, daß über all ihre Handlungen die Räte der vier Kurfürsten
unter Zuziehung von Herzog Friedrichs Räten als: Busse und Apel Vitz-
thum, Bernhard von Kochberg und Friedrich von Witzleben zu ent-
scheiden hätten. Ohne Datum.
Fol. 51 ab. — Es können hier nur Friedrich V. der Sanftmütige (1428 bis
1464) und sein Bruder Wilhelm (1445 bis 1482) in Betracht kommen. Von 1442 ab
lebten beide in Feindschaft, am 10. Sept. erfolgte die Teilung ihrer Länder zu Alten-
burg, welche Teilung am 11. Dezember 1445 zu Halle wieder abgeändert wurde. Von
1446 bis 1451 währte dann der Bruderkrieg. In der Zwischenzeit, 1448, kam es zu
einem Frieden in Erfurt, der aber nicht von langer Dauer war, am 2. Juni 1450 zu
einem Vertrage im Zerbst und endlich am 27. Jänner 1451 zur völligen Aussöhnung
zu Pforta bei Naumburg. Die obige Friedensberedung dürfte daher in die Zeit zwischen
1448 bis 1451 zu setzen sein.
38. 1451, Oktober 21 (am mitwoch der 11.000 meyde tag 1451),
Crimmitschau. — Hans von Neytperg und Meister Ulrich Riedner,
Lizentiat beider Rechten, des römischen König Friedrichs Räte, und
Heinrich Greifenklau (»Griffen Klohe«), Domdechant zu Mainz, Konrad
von Franckstein, Ritter, und Hans von Erlebach, Hofmeister, des Erz-
bischof Dietrichs von Mainz Räte, bekennen, daß sie heute zu
Krimitschau von der Kriege wegen, die sich zwischen Friedrich, des
hl. röm. Reichs Erzmarschall, auf der einen Seite, und den Herren:
Peter, Bischof zu Naumburg (»Nuemburge«), Herzog Wilhelm
von Sachsen, Friedrich, des hl. röm. Reichs Erzkämmerer, Johann
Albrecht und Friedrich, Gebrüdern, Markgrafen zu Brandenburg
und Burggrafen zu Nürnberg, Grafen Heinrich von Schwarzburg
zu Arnstadt und Sondershausen, Girschik von Kunstadt, Herrn zu
Podiebrad, Zdenko von Sternberg, obersten Burggrafen des Schlosses
Prag, Peter von Sternberg, Gindrzich von der Duben, Gindrzich
von Platz, Burian von Guttenstein, Jan von Kunstadt, Friedrich,
Burggrafen von Donyn, Dietrich von Janowitz, Jesko von BOS-
kowitz, Wilhelm von Ilburg, Zdenko von Postupitz, Jan Zalta
von Steinberg und Wentzlau Zerta von Petrowitz, auf der anderen
Seite, erhoben, einen christlichen Frieden vereinbart hätten, der währen