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Název:
Listář královského věnného města Chrudimi. Část prvá. Privilegia městská a listy králů českých
Autor:
Lábler, Karel
Rok vydání:
1900
Místo vydání:
Chrudim
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
64
Obsah:
- 15: Titul
- 17: Edice
Strana 63
1839.
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Čís. LIII.
1839.
Císař Ferdinand Dobrotivý povoluje pátý výroční trh a osmý trh koňský.
Wir Ferdinand der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser von Oester-
reich, König von Hungarn und Böhmen, dieses Namens der Fünfte,
König der Lombardei und Venedigs, von Dalmatien, Kroatien, Slavonien,
Galizien, Lodomerien und Illyrien, Erzherzog von Oesterreich, Herzog
von Lothringen, Salzburg, Steyer, Kärnten, Krain, Ober und Nieder
Schlesien, Grossfürst von Siebenbürgen, Markgraf von Mähren, gefür-
steter Graf von Habsburg und Tyrol, bekennen öffentlich mit diesem
Briefe und thun kund, dass Uns die Stadtgemeinde der königlichen Leib-
gedingstadt Chrudim, Chrudimer Kreises, in Unserem königreiche Böhmen
gebeten habe, ihr nebst den bisher bewilligten vier Jahr und sieben Ross-
märkten, noch die Berechtigung zur Abhaltung eines fünften Jahr und
achten Rossmarktes in jedem Jahre zu ertheilen und zu bewilligen, dass
dieser fünfte Jahrmarkt, am Montage vor Franz Seraphicus und der
achte Rossmarkt am Montage nach Franz Seraphicus abgehalten werden
dürfe. Da Wir jederzeit geneigt sind, das Wohl Unserer getreuen Unter-
thanen bestens zu befördern, so haben Wir nach Einvernehmung der
Behörden in diese allerunterthänigste Bitte der Stadtgemeinde Chrudim,
jedoch ohne Nachtheil und Schaden Unserer landesfürstlichen, oberig-
keitlichen und sonst Jemandens Rechte, dann ohne Abbruch der jetzigen
und künftigen Landesverfassung und unter der Bedingung allergnädigst
gewilliget, dass, wenn an einem der genannten Tage ein gebotener Feier-
tag fiele, der Jahr und Rossmarkt an dem darauf folgenden Wochen-
tage abgehalten werden soll. Die Stadtgemeinde Chrudim darf sonach
den von Uns bewilligten Jahr und Rossmarkt an den bestimmten Tagen
zu allen Zeiten halten, und sich dieses Rechtes, wie es die Marktgerechtig-
keit und Gewohnheit mit sich bringt, ohne Jemandes Hinderniss gebrau-
chen. Wir gebieten hiernach allen Unseren Obrigkeiten, Innwohnern und
Unterthanen, welchen Standes, Würde oder Amtes sie sind, besonders aber
Unserem im Königreiche Böhmen bestellten Gubernium hiemit gnädigst,
dass sie die Stadtgemeinde Chrudim bei diesem Privilegium schützen
und handhaben, darin weder selbst hindern, noch Jemanden Anderen
dagegen etwas zu unternehmen gestatten sollen, bei Vermeidung Unserer
schweren Strafe und Ungnade. Das meinen Wir ernstlich. Zur Urkunde
dieses Briefes, besiegelt mit Unserem kaiserlichen, königlichen und erz-
herzoglichen, anhängenden grösseren Innsiegel, der gegeben ist in Un-
serer kaiserlichen Haupt und Residenzstadt Wien den sechsten Monats-