z 328 stránek
Titul
I
II
III
IV
Obsah/Inhalt
V
VI
Předmluva
VII
VIII
Vorwort
IX
X
XI
Einleitung
XII
XIII
XIV
XV
XVI
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
XXV
XXVI
XXVII
XXVIII
XXIX
XXX
XXXI
XXXII
XXXIII
XXXIV
Verzeichnis der benutzten Editionen
XXXV
XXXVI
XXXVII
XXXVIII
XXXIX
XL
XLI
XLII
XLIII
XLIV
XLV
XLVI
Regesten Abt. I
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Regesten Abt. II
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Chronologisches Verzeichnis der Urkunden
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229
Verzeichnis der Arengeninizien
230
231
232
233
Fremdes Urkundengut
234
In Urkunden inserierte Schriftstücke
235
Personen- und Ortsregister
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Název:
Archiv český XXXIX. Codex Přemyslaeus : regesty z výpisů z dvorských register Václava IV. z doby kolem a po roku 1400
Autor:
Hlaváček, Ivan
Rok vydání:
2013
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
328
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XLVI+282
Obsah:
- I: Titul
- V: Obsah/Inhalt
- VII: Předmluva
- IX: Vorwort
- XII: Einleitung
- XXXV: Verzeichnis der benutzten Editionen
- 1: Regesten Abt. I
- 87: Regesten Abt. II
- 225: Chronologisches Verzeichnis der Urkunden
- 230: Verzeichnis der Arengeninizien
- 234: Fremdes Urkundengut
- 235: In Urkunden inserierte Schriftstücke
- 236: Personen- und Ortsregister
Strana XXIV
XXIV
Codex Přemyslaeus
schmerzlichen Verlust dar, da sie vermutlich die Schriftstücke vor Anfang Mai 1398, also
rund ab Beginn des Jahres 1396 beinhalteten, was gut mit dem Anfang des Liber quartus
Wenceslai übereinstimmt, wozu noch unten Stellung genommen werden wird.
Wichtig ist auch das Zeugnis der Wasserzeichen. Es kommen insgesamt fünf vor:
vier variieren das wohl häufigste Thema jener Zeit, den Ochsenkopf, das fünfte stellt eine
Krone dar, aus der ein einfaches Kreuz wächst.42 Da diese Wasserzeichen abwechselnd
vorkommen, kann man erstens davon ausgehen, dass die Handschrift von Anfang an ein
Ganzes bildet. Zweitens ist zu bemerken, dass alle Wasserzeichen in die Zeit um bzw. kurz
nach 1420 einzureihen sind, was mit der Wendung in der Abschrift einer Urkunde König
Wladislaws von Polen, die mit gleicher Hand geschrieben wurde, korrespondiert. Sie be-
findet sich innerhalb der Wenzeliana und es heißt in ihr: usque ad annum presentem, hoc
est vicesimum quartum inclusive (siehe unten Nr. 252b).43 Daraus ist abzuleiten, dass der
Grundstock der Handschrift, nämlich die Exzerpte aus den Registern Wenzels, ziemlich
genau um die Mitte der 20er Jahre des 15. Jahrhunderts entstand. Leider sind die be-
nützten Wasserzeichen ihrer Verbreitung wegen nicht imstande, etwas Sicheres über den
Entstehungsraum zu sagen.
Gerhard Seeliger hat, wie schon oben bemerkt, die Meinung geäußert, dass der
uns interessierende Teil der Handschrift in Prag entstand und als Arbeit eines einzigen
Schreibers zu bezeichnen ist, der den Exponenten des litauischen Großfüsten Witold
Sigismund Korybut begleitete. Das ist aus mehreren Gründen nicht zu akzeptieren, setzte
diese Annahme doch die eigentlich unmögliche Vorstellung voraus, dass Wenzels Registratur
nicht in Sigismunds von Luxemburg Hände überging, für den sie als Regierungsinstrument
als unentbehrlich galt. Darüber hinaus hat er doch verschiedentlich Möglichkeiten gehabt,
sie ins Ausland zu evakuieren, zum letzten Male dann bei seiner Niederlage bei Deutsch
(jetzt Havlíčkův) Brod im Winter 1421�1422. Dabei ist bekanntlich viel vom Sigismund
beschlagnahmten Schriftgutes, meist pragmatischen, ja direkt Verwaltungscharakters, wie
es die hussitischen Chronisten unisono erwähnen, wohl zugrunde gegangen."
Im hussitischen Prag gibt es im ersten lustrum der 20er Jahre dagegen von diesem
Gut keine Spur. Sollte dort etwas desgleichen erhalten sein, müßte darüber mindestens
beim Chronisten Lorenz von Březowa, einem „Verwaltungsfachmann“ eine Information
stehen. Die Annahme, dass Korybut die Register bei seinem ersten Wegzug aus Böhmen
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hätte wegschleppen können, muss also dem Phantasieren gleich kommen."
42) Siehe die Wasserzeichenkartei PICCARD im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Die Kronenwasserzeichen, Stuttgart 1961,
und Die Ochsenkopfwasserzeichen 1-3, ibid. 1966.
43) Die frühere Lesung quintum ist auf diese Weise zu verbessern, an der Sache ändert das jedoch nichts.
44) Der Zeitzeuge sprach gar über drei Wagen voll von diesem Gut, konkretisiert jedoch dessen Inhalt nicht (vgl. Jiří
KEJR, Právní život v husitské Kutné Hoře, Praha 1958, S. 74ff.).
45) Am ausführlichsten über diese Zeit sowie über Sigismunds Reisen handelt Václav Vladivoj TOMEK, Dějepis města
Prahy 42, S. 1ff., der mehr bietet als Jörg K. HOENSCH, Itinerar König und Kaiser Sigismunds von Luxemburg