z 550 stránek
Titul
I
II
Předmluva
III
IV
Úvod
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
I. Až do válek husitských 1419
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
II. Až do roku 1526
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
196
197
198
199
200
201
202
203
204
205
206
207
208
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
230
231
232
233
234
235
236
237
238
239
240
241
242
243
244
245
246
247
248
249
250
251
252
253
254
255
256
257
258
259
260
261
262
263
264
265
266
267
268
269
270
271
272
273
274
275
276
277
278
279
280
281
282
283
284
285
286
287
288
289
290
291
292
293
294
295
296
297
298
299
300
301
302
303
304
305
306
307
308
309
310
311
312
313
314
315
316
317
318
319
320
321
322
323
324
325
326
327
328
329
330
331
332
333
334
335
336
337
338
339
340
341
342
343
344
345
346
347
348
349
350
351
352
353
354
355
356
357
358
359
360
361
362
363
364
365
366
367
368
369
370
371
372
373
374
375
376
377
378
379
380
381
382
383
384
385
386
387
388
389
390
391
392
393
394
395
396
397
398
399
400
401
402
403
404
405
406
407
408
409
410
411
412
413
414
415
416
417
418
419
420
421
422
423
424
425
426
427
428
429
430
431
432
433
434
435
436
437
438
439
440
441
442
443
444
445
446
447
448
449
450
451
452
453
454
455
456
457
458
459
460
461
462
463
464
465
466
467
468
469
470
471
472
473
474
475
476
477
478
479
480
481
482
483
484
485
486
487
488
489
490
491
492
493
494
495
496
497
498
499
500
501
502
503
504
505
506
507
508
509
510
511
512
513
514
515
516
517
518
519
520
521
522
523
524
525
526
527
528
529
530
531
532
533
534
535
536
537
538
Název:
K historii Židů v Čechách, na Moravě a ve Slezsku 906 až 1620, díl I
Autor:
Bondy, Bohumil; Dvorský, František
Rok vydání:
1906
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
550
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XII+538
Obsah:
- I: Titul
- III: Předmluva
- V: Úvod
- 1: I. Až do válek husitských 1419
- 91: II. Až do roku 1526
Strana 432
432
K HISTORII ŽIDŮ
1559.
607. Zprávy o Židech 1557—1559.
Vedlé přísnosti proti Bratřím českým netrvala dlouho nová hor-
livost proti Židům, aby z Prahy a odjinud v zemi vypuzeni byli. Dříve
než uplynul rok, do kterého dle mandatu roku 1557 měli býti vystě-
die in ihrer Art wohl berechtigt und nicht bloss geduldet war, nähmlich die
Israeliten.
Keine Urkunde zwar nennt uns bestimmt die Zeit, wann die Judenge-
meinde in Leitmeritz gegründet wurde. Da wir aber gerade in jenem Jahrhun-
derte, in welchem es die böhmischen Städte (und Leitmeritz nicht zuletzt) für das
grösste Glück hielten, ein Antijudenprivilegium zu erreichen, da wir grade in die-
sem Jahrhunderte eine durchaus consolidierte blühende Judengemeinde mit einer
eigenen Gasse und Schule, einem eigenen Kauf- und Badehause daselbst antreffen,
so können wir diese nicht als in jener Zeit oder kurz vorher angesiedelt oder
gar herbeigerufen ansehen, sondern wir müssen überzeugt sein, dass dieselben
bereits vor langer Zeit hierher gekommen waren, wenn auch nicht, wie dies der
Fall ist, die Existenz in Leitmeritz in vorhusitischer Zeit urkundlich erwiesen
wäre. Ein Fingerzeig zur genauen Feststellung des Zeitpunktes ihrer Ansiedlung
ergibt sich zwar aus nichts, doch ist es gar nicht unwahrscheinlich, dass die
Ansiedlung der ersten Juden gleichzeitig mit der der ersten Bürger geschah.
Beide, Bürger und Juden, standen in Böhmen zum Landesfürsten in einem
ähnlichen Verhältnisse, indem beide zu der übrigen Bevölkerung eine Ausnahms-
stellung einnahmen und unmittelbar vom Könige abhingen. Verschieden war ihr
Verhältniss entschieden darin, dass vom Bürger dem König nur ein vertrags-
mässig Festgesetztes gebührte, während dieser den Juden sammt seiner Habe für
den ihm gewährten Schutz, betreffend seine Person und sein Eigenthum, für sein
Eigen ansah.
Eben deshalb bot wieder der den Juden gewährte Schutz ähnliche Vor-
theile wie jener des Bürgers und der Jude als Eigen, als »Knecht« der könig-
lichen Kammer hatte sich auch deshalb stets dieses Schutzes zu erfreuen. War
der Arme auch von einem Theile des Volkes verachtet oder gehasst, so war er
doch schon damals den Potentaten unentbehrlich. Wo aber sollte der König
seine Kammerknechte besser ansiedeln und sicher schützen können als in seinen
Städten? So wissen wir z. B., dass die prager Judengemeinde mindestens ebenso
alt ist, wo nicht älter als die Bürgergemeinde daselbst (Tomek Prag I., 28.),
und bereits im Jahre 1124 hatte sie dort ihre eigene Synagoge (Cosmas S. 272),
ja selbst bei Leitmeritz geschieht eines getauften Juden als in der Nähe sesshaft
Erwähnung, ehe sich noch die Existenz der Stadt sicherstellen lässt (1228) (Erben
Regest 338.).
Dass die Könige aus wohlbegründeten Ursachen die Judengemeinden gern
in ihren Städten sahen, beweist unter anderem die Urkunde Karls IV., die die
Juden einladet zur Ansiedlung in der neubegründeten Neustadt Prag, indem sie
ihnen dieselben Zahlungsfreiheiten und Begünstigungen verheisst, wie den
Christen.
Nicht anders mag es auch in Leitmeritz geschehen sein, wo sich ursprüng-
lich vor der Stadt auf deren nordöstlicher Seite auf der Stelle der jetzigen
grossen Dominikanergasse die Judengemeinde ausbreitete (genannt 1411 als
»platea Judaeorum« Dresdner St.-Archiv. Orig. Nro. 5549.).