z 331 stránek
Titul
I
II
III
IV
V
VI
Einleitung
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
XXV
XXVI
XXVII
XXVIII
Inhalt
XXIX
XXX
Klöster der Regel des hl. Augustinus
1
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Benedictiner- und Benedictinerinnen-K.
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Carmeliter- und Carmeliterinnen-Klöster
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Cistercienser- und Cistercienserinnen-K.
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Clarissinnen-Klöster
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Coelestinerinnen-Klöster
182
183
184
Dominicaner-und Dominicanerinnen-Klöster
185
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201
202
Klöster der Regel des hl. Franciscus
203
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208
209
210
Paulaner-Klöster
211
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213
214
Pauliner-Klöster
215
Praemonstratenserinnen-Klöster
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Serviten-Klöster
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240
241
242
Theatiner- und Trinitarier-Klöster
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Nachträge
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Register
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Berichtigungen
301
- s. VIII: … von dem Landespräsidium Böhmens an die Gubernial- registratur und die Prager Universitätsbibliothek ergehenden Anfragen um Rechenschaftsabgabe über die ,ehe- maligen Jesuiten�Archive", —…
- s. VIII: … zu Prag auf Grund einer von dem bedeutendsten Bibliothekare der Prager Universitätsbibliothek, dem Professor der Theologie sowie Prämonstratenser-Ordenspriester P. Raphael Ungar, auf…
- s. XIV: … (resp. wurde aus demselben nichts für den Urkunden- bestand der Prager Universitätsbibliothek Würdiges gefunden) folgende Klöster: 1. Das Augustiner-Eremitenstift zu Schopkau, 2.…
- s. XXI: … war. Daher finden sich mehrfache Urgenzen des Guberniums an die Prager Universitätsbibliothek um Be- schleunigung der Abgabe der Messfundationsinstrumente; so vom 13.…
- s. XXI: … weitere Fascikel Archivschriften aus dem Prämonstratenserinnenstifte zu Chotieschan, welche die Prager Universitätsbibliothek dem Gubernium am 16. April 1791 eingesandt hatte, wurden mittels…
- s. XXIII: … wurde eine Abschrift obigen Schreibens an den damaligen Bibliothekar der Prager Universitätsbibliothek Dr. Franz Posselt „zur eigenen Wissenschaft" und umgehenden Darnachachtung intimiert.…
- s. XXVI: … Noch einmal kam eine gelinde Bewegung unter die in der Prager Universitätsbibliothek noch ver- wahrten Diplome. Und wiederum war es, wie 1811,…
- s. XXVI: … des Plasser Exarchives (72 an der Zahl) wieder in die Prager Universitätsbibliothek zurück. Prag, Pisek und Doxan gar nicht nennt, und er…
Název:
Urkunden-Regesten aus den ehemaligen Archiven der von Kaiser Joseph II. aufgehobenen Klöster Böhmens.
Autor:
Schubert, Anton
Rok vydání:
1901
Místo vydání:
Innsbruck, Wagner
Počet stran celkem:
331
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XXX+301
Obsah:
- I: Titul
- VII: Einleitung
- XXIX: Inhalt
- 1: Klöster der Regel des hl. Augustinus
- 70: Benedictiner- und Benedictinerinnen-K.
- 109: Carmeliter- und Carmeliterinnen-Klöster
- 120: Cistercienser- und Cistercienserinnen-K.
- 150: Clarissinnen-Klöster
- 182: Coelestinerinnen-Klöster
- 185: Dominicaner-und Dominicanerinnen-Klöster
- 203: Klöster der Regel des hl. Franciscus
- 211: Paulaner-Klöster
- 215: Pauliner-Klöster
- 216: Praemonstratenserinnen-Klöster
- 239: Serviten-Klöster
- 243: Theatiner- und Trinitarier-Klöster
- 248: Nachträge
- 251: Register
- 301: Berichtigungen
Strana XXVI
XXVI
So ward das kais. geheime Staats-Hof- und Hausarchiv zu Wien endgiltig die bleibende Heim- und
Ruhestätte der altesten und wichtigsten Rechtszeugnisse und Culturzeugen aus Böhmens altehrwürdigsten
und frühesten Bildungs- und Culturcentren, aus dessen durchwegs von deutschen Glaubensboten vor grauen
Zeiten gegründeten Klöstern.
Vorübergehend schien es zwar, als ob ein dem abbröcklungssüchtigen Provinzialparticularismus
günstiger Zufall die Veranlassung sein sollte, all diese Denkmale altdeutscher Rechtsübung in Böhmen wieder nach
Prag zurückzuführen; doch es schien nur so. Auf seiner Reise nach Böhmen im Jahre 1824 besuchte Kaiser
Franz I. am 21. Juni dieses Jahres auch die k. k. Universitäts-Bibliothek zu Prag, bei welchem feierlichen
Anlasse der Bibliothekar Posselt seinem Monarchen unter anderem auch den immerhin noch bedeutend genug
sich repräsentierenden Schatz der in der Bibliothek nach der Transaction von 1811 verbliebenen alten Kloster-
urkunden zeigte, und hiebei tiefstens das nunmehrige Fehlen der schönsten Perlen der ehemals so completten
Sammlung beklagte. Zur grössten Freude Posselts „äusserte Se. Majestät höchst gnadig, dass die abgeführten
Diplome wieder zurückgestellt werden sollen." So wenigstens sagt die vom Bibliothekar Posselt auf Grund
dieses Kaiserbesuches am 25. Juni 1824 schon an das Landespräsidium gemachte Eingabe um Erwirkung
der Rückstellung der am 28. December 1811 an das geheime Staats-Hof- und Hausarchiv abgelieferten Diplome.
Das Promemoria blieb jedoch ohne Erledigung. Erst als der Nachfolger Posselts, Bibliothekar Dr. Anton
Spirk, das Petitum seines Vorgängers am 31. März 1829 wieder aufgriff, erfolgte am 30. August 1829
der Gubernialbescheid, dass Posselt in gutem Glauben und redlichem Eifer sich in der Hauptsache geirrt
habe, indem "die Direction des Staatsarchives die Erklärung abgegeben habe: die Urkunden der aufgehobenen
böhmischen Klöster wären der Prager Bibliothek niemals als Bestimmung, sondern nur als einem
einstweiligen Aufbewahrungsorte zugewiesen worden." Juristisch und ad verbum genommen war
war dies s. Z. auch wirklich der Fall gewesen und es stand sonach neben dem höheren Idealzwecke auch das
verbriefte Recht nur voll und thatsächlich auf Seiten der Anschauungsäusserung des Staatsarchives.
Noch einmal kam eine gelinde Bewegung unter die in der Prager Universitätsbibliothek noch ver-
wahrten Diplome. Und wiederum war es, wie 1811, Fürst Metternich, der diese Fluctuation veranlasste;
diesmal aber aus minder edlen und nicht dem allgemeinen Reichsganzen dienenden Motiven, sondern vielmehr aus
streng egoistischen Privatründen. Die ehemalige Religionsfondherrschaft Plass war nämlich durch Kauf in Metter-
nichischen Besitz übergegangen. Grenzzweifel sollen sich dabei nachträglich eingestellt haben. Was Wunder, dass
da der Meister des Absolutismus im Grossen die erprobte Kunst des autokratischen Verfügens »zur rascheren Ent-
scheidung" auch ein wenig im Kleinen und Kleinlichen versuchte, und mittels Gubernialdecretes vom
26. April 1839, Z. 22.448, urplötzlich die Prager Universität dringendst angewiesen wurde, die Acten des
ehemalige Stiftes Plass mit möglichster Beschleunigung an das Fürstlich-Metternichische Wirtschafts-
oberamt zu Plass abzuliefern. Am 20. August 1839, sub. Z. 45.577, aber wurde der naturgemäss in so wenig
sympathischer Sache sich nicht allzu überstürzenden Bibliotheksleitung in derselben Angelegenheit ein etwas sehr
energisches Urgenzedict des Landesguberniums zugestetllt, in dem in nicht miss zu verstehender Weise die
»sofortige Verpackung und Absendung“ des Plasser Archives angeordnet ward, welche denn nunmehr auch
alsbald erfolgte, so dass dasselbe am 30. August 1839 schon seine Zwangsrückreise nach seinem angestammten
Heimathsorte antreten konnte. Erst am 7. December 1842 kamen über »freiwillige" Anordnung und Initiative
Fürst Metternichs die »historischen“ Urkunden des Plasser Exarchives (72 an der Zahl) wieder in die Prager
Universitätsbibliothek zurück.
Prag, Pisek und Doxan gar nicht nennt, und er bei Borowan-Forbes 1339—1747 (wir 1749), Kuklena 1664—1665 (wir
1677), Neupaka 1685 (wir 1650)—1702, Plass 1146—1755 (wir 1747), St. Gallus-Prag 1627 (wir 1347)—1754, Kreuz-
herren-Cyriaci-Prag 1507 (wir 1348)—1649, Hyberner-Prag 1488—1746 (wir 1752), Paulaner-Prag 1641 (wir 1688—
1690), Serviten-Prag 1629—1711 (wir 1627—1724) und Wobozrischt 1681 (wir 1675—1681) angibt. Hiegegen fuhrt er
an »Barnabiter bei St. Nicol aus in Prag 1691", welche nach uns gar kein Archiv von der Uebernahmscommission angewiesen
zeigen, »Bistritz Carthause 1501", welches Kloster überhaupt nicht zu existieren schien (in Neu-Bistritz fand sich nur ein 1501
von Konrad Freiherrn von Krajk gegründetes Paulanerstift, das 1785 ohne Archiv aufgehoben wurde), »Strahof 1763,“ welches Stift
niemals saccularisiert ward (vgl. oben!), und Jesuiten bei St. Clemens in Prag 1557 bis 1750.