z 155 stránek
Titul
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Ib
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Id
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If
Einleitung
I
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VIII
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XI
XII
XIII
XIV
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Edice
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Slovník
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- s. Ic: … ein Licht. Auffallende Beziehungen einer wichtigen Stelle der KL zur Burg Karlstein, deren Kapellen und Malereien, führten im Einklang mit den sprachlichen…
- s. XVII: … Karl mit der Heiligen in Verbindung, der er auf der Burg Karlstein, dem Aufbewahrungsort der Reichskleinodien und seiner per- sönlichen Kultstätte, die…
- s. XIX: … Dom zu S. Veit und die Kreuz- und Katharinenkapelle auf Burg Karlstein Die ursprünglich ganz freistehende Wenzelskapelle wurde durch Karl IV. in…
- s. XXI: … geschildert wird —frei erfunden habe, ist schwer anzunehmen. Auf die Burg Karlstein scheinen mir neben den Edelsteinen der Katharinenkapelle und den Bildern…
- s. XXIII: … Abschrift. Schwer ab- weisbare Beziehungen zu Bauwerken und Malereien der Burg Karlstein legen es nahe, die Vorlage dieser Abschrift etwa in die…
Název:
Die Altčechische Katharinenlegende der Stockholm-Brünner Handschrift. Einleitung. Text mit Quellen. Wörterbuch.
Autor:
Spina, Franz
Rok vydání:
1913
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
155
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XL+115
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Einleitung
- 1: Edice
- 107: Slovník
Strana XXIII
XXIII
Auffällig sind einige Uebereinstimmungen mit der altkroatischen
Fassung Arch. 9, 456 ff. Man vergleiche KL 19—28 mit dem Anfang
des kroatischen Textes; zu KL 3 die fast wörtliche Entsprechung:
i uuladasse ssemi stranami; ebenso XL 130—134: I mnogo krat pro-
saku sini mnogeh kragli imeti sebi sa xenu Cattarinu, i ostala mnoga,
i suelicena Gospoda, i blaxen bisse zual, ki bi bil mogal Cattarinu imeti
za suogu xenu; 754 ff.: Sinko, neuidisli Cattarinu koliko gie lipa, i kako
uelichu xegliu xegli tebi uideti, und zahlreiche inhaltliche Ueberein-
stimmungen, die wir trotz erwiesenen Beziehungen zwischen ač. und
altkroatischer Literatur (Lucidarius u. a.) nur auf die Gemeinsamkeit
unter einander verwandter Quellen zurückführen.1)
15. Die Hs der KL ist eine um 1400 fallende Abschrift. Schwer ab-
weisbare Beziehungen zu Bauwerken und Malereien der Burg Karlstein
legen es nahe, die Vorlage dieser Abschrift etwa in die Mitte des 14.
Jh. zu verlegen. Dieser Datierung soll ihre letzte Stütze durch die
sprachlichen Indizien des Denkmales gegeben werden.
Da eine die Einzelheiten erschöpfende Darstellung nicht Aufgabe
der Einleitung ist, werden wir nach einer Bemerkung zur Orthographie
einige Hauptmerkmale der Sprache angeben und hierauf zwei Fragen
genauer behandeln, die eines teilweisen inneren Zusammenhanges nicht
entbehren: 1. lässt sich aus der Sprache der KL auf das Alter der
Vorlage schliessen? — 2. zeigt die Sprache Spuren des Dialektes des
Autors, bezw. des Abschreibers?
Ueber die Orthographie der Legende hat Gebauer, Příspěvky
k historii českého pravopisu a výslovnosti staročeské, Prag, 1872 auf
den Seiten: 37, 41, 47, 55, 66, 74, 82, 90, 103, 118 ausführlich gehan-
delt. Diaktritische Zeichen finden sich nicht,2) die Orthographie gehört der
1) Aus gegenständlichen und stilistischen (im weitesten Sinne)
Uebereinstimmungen darf nicht immer auf direkte Beeinflussung ge-
schlossen werden. Gegenständliche Uebereinstimmungen zweier Denk-
mäler können die Folge einer direkten Beeinflussung sein, können
aber auch auf gemeinsame, unter einander verwandte, räumlich und
zeitlich oft erheblich getrennte Quellen zurückgehen wie oben die ač. KL
und die altkroatische. Stilistische Uebereinstimmungen, ein gemeinsamer
Wort- und Formelschatz, besonders an der geschütztesten Stelle des
Reimes bewogen A. Havlik in seinen sehr dankenswerten und erfolg-
reichen Studien CČM. 1896 und 1900 (vgl. auch Havlík ČČM. 1904,
1905 und Smetánka LF 1899) zur Annahme sehr weitreichender direkter
Beeinflussungen unter den epischen Erzeugnissen des 14. Jh., besonders
der Blüte der Legendenliteratur. Uns scheinen Havliks Schlüsse manch-
mal zu weit zu gehen. Werden bestimmte kleinere Kunstgattungen auf
beschränktem Raume intensiv gepflegt, so entwickelt sich spontan ein
epischer Apparat, ein gemeinsamer Reichtum an Wörtern und Formeln
— man denke an die „Kenningar" des angelsächsischen Epos —, für
dessen einzelne Uebereinstimmungen nicht in jedem Fall an direkte
Abhängigkeit gedacht werden darf.
2) Das einigemal vorfindliche Zeichen des Striches auf i blieb in
unserem Texte unberücksichtigt, weil es willkürlich ist und keinen
quantitativen Unterschied bezeichnet. — Pečirka liess sich verleiten,
eine blosse Schreibergewohnheit, die sich auch in anderen čechischen
und lateinischen Hss findet, als diakritisches Zeichen des weichen aus-
lautenden — t aufzufassen: einen hinter dem — t von oben nach unten