z 106 stránek
Titul
I
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IV
Obsah
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Úvod
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Název:
Das Buch der Malerzeche in Prag
Autor:
Pangerl, Mathias
Rok vydání:
1878
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
106
Počet stran předmluvy plus obsahu:
VI+100
Obsah:
- I: Titul
- V: Obsah
- 1: Úvod
- 54: Edice
Strana 14
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DIE BRUDERSCHAFT UND IHRE ENTWICKLUNG ZUR ZUNFT.
Wir wollen zunächst die Ergebnisse kurz zusammenfassen,
Organisation
der Malerzeche. welche sich aus den Satzungen für die Organisation und Ent-
wicklung der Prager Malerzeche herausstellen.
Die im Jahre 1348 gegründete Zeche gehörte der Altstadt
Prag allein an. Eine gleiche Zeche bestand in der Folge in der
von Kaiser Karl IV. gegründeten Neustadt Prag, und beide
Zechen pflegten etwa seit der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts
sich unter einander zu verständigen und in Uebereinstimmung
zu handeln, obwohl sie als gesonderte Körperschaften fort-
bestanden (vgl. Anm. 105, zum Jahre 1461). Es finden Ver-
handlungen „in voller Zeche" statt, in welchen die Meister der
beiden Prager Städte nebst Vertretern des Rathes der Klein-
seite anwesend sind (vgl. IV, Acten, Nr. 6, im Jahre 1461).
Anfangs besteht die Zeche nur aus den Malern und Schil-
tern. Die Letzteren waren, wie das in Anmerkung 207 theil-
weise abgedruckte Document zeigt, zunächst Sattler, die Alles,
was zur Ausrüstung des Pferdes gehört, sowie Schilde anfer-
tigen, ferner aber auch Schildermaler. Etwa seit dem Jahre 1410
(Anm. 52) treten zu den Malern und Schiltern auch die Glaser
hinzu. In der Folge gehören der Zeche auch die Bildschnitzer,
Goldschläger, Permeter (Pergamentmacher), Illuminatoren, Buch-
binder, Spiegler an.
Dies entspricht dem Brauch in deutschen Städten. In Augs-
burg sind die Maler, Glaser, Bildschnitzer und Goldschläger
vereinigt. Die Strassburger Zunft zur Stelzen bestand aus den
Schiltern, Malern, Sattlern, Glasern und Sarwetern oder Har-
nischmachern (Rathserkenntniss von 1438). Mit diesen waren
früher auch die Goldschmiede vereinigt gewesen, und zwar seit
dem Jahre 1362 (1. Artikelbuch, Blatt 24). Diese aber hatten
sich in der Folge wieder von den Malern und denen, so zu
ihnen gehören, getrennt und besassen dann ihre besondere
Zechstube. In der Zunft zur Stelzen aber werden neben den
eben Genannten in den Jahren 1447 und 1456 auch die Bild-
schneider, Armbruster, Goldschläger, Drucker, später auch die
Buchbinder und Formschneider aufgeführt. In der Zunft zum
Himmel in Basel waren die Maler, Glaser, Sattler und Scherer
vereinigt, in Breslau, nach der Geschichte der dortigen Maler-
Innung von Alwin Schultz, Maler, Tischler oder Kastenmacher,
Betheiligte Ge-
Werbe.