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Titul
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Obsah
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Úvod
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- s. 37: … denken. Seine Namensbezeichnung kommt nur auf Tafelbildern vor, die aus Burg Karlstein stammen. In einem Schrank der dortigen Kreuzcapelle werden zwei Flügel…
- s. 39: … selbst entgegen. Neben einander kann man sie namentlich in der Burg Karlstein sehen. Der Bau des Schlosses war 1348 begonnen worden, die…
- s. 42: … Farbe ist klar und glück- lich gestimmt. Auch in der Burg Karlstein haben wir noch Producte dieser Schule. So die Bildercyklen aus…
Název:
Das Buch der Malerzeche in Prag
Autor:
Pangerl, Mathias
Rok vydání:
1878
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
106
Počet stran předmluvy plus obsahu:
VI+100
Obsah:
- I: Titul
- V: Obsah
- 1: Úvod
- 54: Edice
Strana 39
NOTIZEN ZUR GESCHICHTE DER MALEREI IN BÖHMEN.
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lautet: „Eodem etiam tempore fecit ipse Dominus Imperator
fieri et depingi supra porticum Ecclesiae Pragensis de opere
vitreo more graeco, de opere pulchro et multum sumptuoso."
Im Jahre 1371 wird die Vollendung berichtet: „Eodem anno
perfecta est pictura solemnis, quam Dominus Imperator fecit
fieri in porticu Ecclesiae Pragensis de opere Moysaico more
Graecorum, quae quanto plus per pluviam abluitur, tanto mun-
dior et clarior efficitur." Wie die technische Ausführung so ist
auch die Zeichnung des Bildes, welches das Jüngste Gericht,
unten sechs Landesheilige von Böhmen, sowie den Kaiser und
seine vierte Gemalin darstellt, ein Product der damaligen italieni-
schen Schule, aber ein ziemlich mittelmässiges.
Thomas von Mutina wie diese italienischen Mosaicisten
nehmen eine ziemlich isolirte Stellung ein und finden auf böh-
mischem Boden keine Nachfolge. Abgesehen von ihnen treten
uns aber noch sehr verschiedene Richtungen in der Malerei da-
selbst entgegen. Neben einander kann man sie namentlich in
der Burg Karlstein sehen. Der Bau des Schlosses war 1348
begonnen worden, die Kirchen und Capellen desselben konnten
schon 1357 geweiht werden (Pelzel, Kaiser Carl IV., Prag
1781, II, p. 559), jedoch mit Ausnahme der Kreuzcapelle im
Bergfried, über deren Weihe durch Erzbischof Johann im Jahre
1365 Benessius von Weitmül berichtet: Die dominico post
festum Purificationis consecravit capellam maiorem in turri castri
Karlstein. Construxerat enim Imperator castrum hoc de miro
opere et firmissimis muris, prout hactenus cernitur, et fecit in
superiori turri unam magnam capellam, cuius parietes circum-
dedit auro puro et gemmis preciosis et decoravit illam tam re-
liquiis sanctorum quam ornatibus pro Decano et Capitulo seu
Collegio, quod ibidem instituit et ornavit picturis multum pre-
ciosis. In diffuso orbe terrarum non est castrum neque capella
de tam pretioso et merito, quia in eodem conservabat insignia
imperialia et totius regni thesaurum."
Die Kreuzcapelle, ein aus zwei ziemlich dem Quadrat ent- Kreuzcapelle.
sprechenden Travéen gebildeter, in Kreuzgewölben überspannter
Raum, ist mit Tafelbildern wie mit Wandbildern geschmückt.
Die ersteren bilden eine Täfelung der Wand selbst, eine An-
ordnung, durch welche sich Friedrich Schlegel an die Bilder-
Malereien in
Karlstein.
Tafelbilder.