z 389 stránek
Titul
I
II
III
IV
Obsah
V
VI
Úvod
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
XXV
XXVI
Einleitung
XXVII
XXVIII
XXIX
XXX
XXXI
XXXII
XXXIII
XXXIV
XXXV
XXXVI
XXXVII
XXXVIII
XXXIX
XL
XLI
XLII
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XLV
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Edice
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Poznámky
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Rejstřík číselný
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Rejstřík jmenný a místní
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Obrazová příloha
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Název:
Berní knihy Starého Města pražského 1427-1434 / Die Steuerbücher der Prager Altstadt 1427-1434 / Libri collectarum Antiquae Civitatis Pragensis 1427-1434
Autor:
Pátková, Hana
Rok vydání:
1996
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
389
Počet stran předmluvy plus obsahu:
LVIII+331
Obsah:
- I: Titul
- V: Obsah
- VII: Úvod
- XXVII: Einleitung
- LVII: Edice
- 265: Poznámky
- 275: Rejstřík číselný
- 283: Rejstřík jmenný a místní
- 323: Obrazová příloha
Strana XXVII
EINLEITUNG
Die Editionen der Losungsbücher erschienen in Böhmen nicht all zu oft. Viel-
leicht ist es angebracht, der vorkommenden Forschung ein wenig mehr Aufmerksam-
keit zu widmen; sowohl die Ausgaben der diplomatischen Analyse der edierten
Quelle wie auch die verwendeten Richtlinien der Edition werden nicht auf diese
Weise aus dem Kontext der bisherigen Entwicklung ausgerissen.
Eine Ubersicht über die bisherige Forschung
Zeitlich ziemlich nahe der Entstehung der edierten Handschrift steht ein Werk von
Prokop, Stadtschreiber der Prager Neustadt: Praxis cancellariae. Es wurde für die
Verwendung bei Vorlesungen an der Prager Universität verfaßt. Im Jahre 1452 las
Prokop nämlich an der Prager Artistenfakultät eine Einleitung in die Arbeit in der
Stadtkanzlei. Damit hing auch eine Darlegung der verschiedenen Arten der Stadt-
bücher, ihrer Charakteristik und Weise deren Leitung, zusammen. Er gliederte die
Bücher in drei Gruppen?: 1) die, die „ad bonum honestum“ dienten. Die Losungs-
bücher ordnete er in die Gruppe der Bücher, die 2) „ad bonum utile“ dienten,
zusammen mit den Büchern des königlichen Zinses und Listen der Bewohner. In die
dritte Gruppe, „ad iustum“, gehörten die Gerichts- und Verbanntenbücher.
Die Losungsbücher trennte er in zwei Arten — liber hereditatum und registrum,
bzw. auch liber bernarum, ab.
Liber hereditatum umfaßte das Verzeichnis der Immobilien, damit die Beamten
wußten, woraus die Bewohner die Losung zahlen sollten. In verschiedenen Städten
wurde es auf verschiedene Weise geführt; in der Regel umfaßte es Einträge über die
Stadt und die Vorstädte, dann über die Dörfer. In einigen Städten ordnete man es
alphabetisch, in anderen den Stadtvierteln oder Stadtteilen nach. Das Vermögen
sollte nur nach dritter oder vierter Proklamation vor dem Stadtgericht, ähnlich wie
bei der Eintragung in die Landtafel, eingeschrieben werden. Beim Einschreiben
sollten die Geschworenen und sowohl der bisherige als auch der neue Besitzer
anwesend sein; der Eintrag hatte die Kraft der Belege über Besitz inne. Das Buch
diente als Vorlage für das Register (liber) bernarum und das Buch des königlichen
Zinses (liber censuum). Es wurde in der Stadttruhe aufbewahrt.
Der Schreiber verfaßte Registrum oder liber (Prokop benutzte beide Termini) ber-
narum aufgrund der liber hereditatum. Erstens sollte ein möglichst umfassendes
Buch vorbereitet werden, damit es für mehrere Jahre ausreichte. Der Schreiber hat es
„Libri bernarum“ betitelt. Hinein schrieb er dann den Eintrag über den Antrag der
Losung und aufgrund der liber hereditatum eine Steuerpflichtigenliste ein. Zu jedem
Steuerpflichtigen schrieb er die Zahl der Mark oder Schock, aus denen die Losung
bezahlt wurde, zu. Die Groschen sollte er aber nicht zuschreiben. Der Betrag der
Groschen, der bezahlt werden sollte, errechnete er durch Multiplizieren des Betrages
F Mareš. Prokopa písaře Nového Města pražského Praxis cancellariae. Prag 1908.
Ebenda. S. 6.
Ebenda. S. 27-29.
XXVII