z 107 stránek
Titul
I
II
III
IV
Edice
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
Název:
Todtenbuch der Geistlichkeit der böhmischen Brüder
Autor:
Fiedler, Joseph
Rok vydání:
1872
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
107
Počet stran předmluvy plus obsahu:
IV+103
Obsah:
- I: Titul
- 1: Edice
Strana 64
64
Im Jahre des Herrn 1577 starb in Jarmeřic bei Br. Matěg
(Matthias) Kostický Br. Ondřeg (Andreas) Stephan (i. m.
Seines Alters etwa 48 oder 49 Jahr), einer von den vier Obern,
ein sehr frommer Mann, von Jugend auf fleißig in der Theologie,
ein ausgezeichneter Prediger, beredt und sehr angenehin, war vom
Knabenalter an bei den Brüdern. Gebürtig ans Proßnitz. Zum
Priester ordinirt in Sležaný im Jahre des Herrn 1557. In dem-
selben Jahr hielt er in Prerau zu Advent die neue Messe (Abend-
mahl) am 2. Sonntag des Advents. (In Leipuik am St. Marcus)
in den Rath aufgenommen im Jahre 1564. Zum Bischof ge-
wählt (in Eibenschütz im Monat Oktober) im Jahre 1571. (i. m.
Arbeitete in dem Amt 6 Jahre in viel Schwachheit.) Oft litt er am
Stein, an der Gicht und an Leibschmerzen, er fuhr nach dem Sumberker
Teplitz, und als er nach Hause zurückkehrte, war er in Jarmeritz über
Nacht. Nach dem Abendessen an dem Tag ging er in den Garten am
Hause spazieren, und als er aus dem Garten zurückgekommen war,
setzte er sich an den Tisch, und stützte sich auf den Arm, und fing an
zu klagen, daß ihm schwach und übel werde, und so legte er sich
gleich auf die Bank, und indem rührte ihn der Schlag und lähmte
ihn auf der Stelle, so daß er im Herrn entschlief in der ersten
Stunde in der Nacht den 21. Tag des Monats Juli; den Tag
davauf wurde er nach Proßnitz gefahren und daselbst feierlich be-
graben bei St. Peter, in Gegenwart von 34 Dienern (Diakonen)
und Priestern des Herrn.
Zu der Zeit war Kaiser Rudolph in Olmütz und Einige
von seinem Hof waren bei dem Begräbniß, und unterhielten sich
mit einigen der Unsern vom Glauben und von dem Gottesdienft
der Brüder.
(Et tibi non magnum, quam vis sit rebus acumen
Es tamen et factis clarus et elogio.
Morawa te tellus mirata est semper locutum,
Et nostrae gentis Tullius alter eras.
Adde quod et doctos mira pietate fouisti.
Magnus eras hostis perpetuo inscitiae. P. J. B.)
In demselben Jahre starb Br. Lukáš Ljbán in Landskron,
am Freitag vor dem 3. Adventssonntag um die dritte Stunde der
Nacht, und wurde am Sonnabend früh nach Braudeis an der
Adler gefahren, und an demselben Tage begraben bei dem neuen
Kirchlein, und ueben Br. Wáclaw Holý gelegt. Er war ein