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Titul
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Název:
Todtenbuch der Geistlichkeit der böhmischen Brüder
Autor:
Fiedler, Joseph
Rok vydání:
1872
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
107
Počet stran předmluvy plus obsahu:
IV+103
Obsah:
- I: Titul
- 1: Edice
Strana 46
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Weliký (Jakob dem Großen) ein frommer Diakonus Wáclaw
Lucýn (Wenzel L.) den 22. Tag des Monats Mai in der 7.
Stunde. (Er war der Vetter von J. L. S.)
Auch in dem Jahre fuhr Br. Jakob Mohelnický weg von
Malenowic (wo er zum Vorsteher bestellt war) irgend zu seinen
Freunden nach Mohelnic, denn von dort war er gebürtig, leiblicher
Bruder des Br. Georg Filipenský, geizig und ein am Gelde
sehr hängender Mensch. (Und doch hat er sich nachher gebessert
und sein Leben in Towaczow beschlosseu bei Br. Joachim 1585.)
Wurde zum Priester ordinirt (i. m. in Sležaný) im Jahre 1562.
Auch in dem Jahre wurde ein Schuft Ondřeg Kohaut
(Andreas Hahn) in Zahorowic; nachdem er einige Jahre Vorsteher ge=
wesen, beschäftigte er sich mit Arzenei= und Heilkunde, nicht nur bei
dem männlichen, sondern auch bei dem weiblichen Geschlecht wider
alles Rathen und Warnen. Als über die Dinge, die man von ihm
hörte, mit ihm gesprochen wurde, läugnete er Alles, bis er es nicht
ableugnen konnte, als es zur Gewißheit wurde u. s. w. Und zuerst
wurde er einmal ausgestoßen, dann von Allem ausgeschlossen. Er
starb anch ohne Verbindung mit den Brüdern (eigentlich ohne Brü-
derthum). Zum Priester (i. m. in Sležaný) wurde er ordinirt im
Jahre 1557.
In demselben Jahre starb Br. Michael Tham in Fulnek,
ein Deutscher (rechter Oheim des Wenzel Luejn, von welchem
oben), ein gewiß rechtschaffener und frommer Mann und sehr ar=
beitsam, musterhaft, ein alter Priester, war viele Jahre Vorsteher
in Fulnek, von wo er auch nach Landskron kam, um die deutsche Ge-
meine zu leiten. Dann war er in Bunzlau, dann in Polen, dann
zuletzt wieder in Fulnek. Und dort starb er, den 27. Tag des Mo=
nats Angust, um 2 Uhr in der Nacht, ein Fieber ergriff ihn, und
wurde den Tag darauf feierlich auf dem Brüderkirchhof begraben, (i.
m. in Bunzlau) wurde er zum Priester geweiht im Jahre 1534. Er
war 37 Jahre lang Priester. Er war von Märkischem Geschlecht
Auch in dem Jahre 71 starb Br. Wáclaw Rabjn, Diakonus
in Trebitz, den 23. Tag des Monats September um die 15. Stunde
wurde den Tag darauf begraben. — Ebenfalls in dem Jahre starb
Samuel, Diakonus in Napagedl, bei Br. Petrljk Timaeus.
*) Die Mitglieder der deutschen Gemeinen in Landskron und Fulnek wa-
ren ursprünglich aus der Mark Brandenburg geflüchtete Waldenser, s. Lasi-
tins. Anmerk. d. Uebers.