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Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.18 Regesten zur schlesischen Geschichte 1316–1326
Autor:
Grünhagen, Colmar; Wutke, Konrad
Rok vydání:
1898
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
394
Obsah:
- III: Titel
- 1: 1316
- 36: 1317
- 65: 1318
- 111: 1319
- 145: 1320
- 170: 1321
- 198: 1322
- 215: 1323
- 235: 1324
- 262: 1325
- 284: 1326
- 321: Nachträge und Berichtigungen
- 329: Register
Strana 52
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1317. Mai, Juni.
Juni 3.
III non. Jun.
Mai 27. Münsterberg. Bernhard, Herzog von Schlesien uud Herr von Fürstenberg, ertheilt dem
Sexta f. in
Stifte Kamenz, das ihn zuweilen auch mit Wildpret versorgt, ein Jagd-Privileg, nach dem kein
Penthec.
Adeliger befugt sein soll, auf den Stiftsgütern mit Windhunden zu jagen noch auch auf Vögel zu
stellen, dagegen die zum Kloster gehörigen Schulzen den Abt als Herrn und Wahrer ihrer Freiheiten
ansehen und ohne seine Erlaubniss keine Jagd innerhalb einer Meile vom Kloster ausüben sollen,
ausser auf besondere Erlaubniss bei bestimmten Gelegenheiten (Hochzeiten, Kirchweih, Neujahr) und
dann nur mit 3 Netzen und innerhalb der Grenzen ihrer Schultiseien. Der Abt solle keinem der
Schulzen oder Lehnsleute gestatten, mit Windhunden zu reiten oder zu jagen oder Rebhühner und
andre kleinere Vögel zu fangen. Auch sollen dieselben kein Recht haben auf die Nutzungen von
den von den Bergen herabkommenden Bächen an Fischereien und dergl., auch wenn sie über ihren
Grund und Boden fliessen, noch auch dieselben ableiten dürfen; nur bei Strafen dürfen die Schulzen
die Machtbefugniss des Abtes für sich in Anspruch nehmen doch cum moderamine und im Namen
des Abtes. Z.: Herr Hermann von Reichenbach, Herr Gerso (richtiger Gosco) von Münsterberg,
Cunsco Sohn des Herrn (Hermann, der Name ist in der Vorlage, bei der die Zeugen sonst der
vorstehenden Urk. nachgebildet sind, aus Versehen fortgelassen) Hermann (verschrieben statt Hey-
mann) von Petersfzwald, Dirsco von Domancz, Opescho von Silicz (so, nicht Simlicz, wie gedruckt
ist), Grabasius (nicht Grabosius) de Ranaw (richtiger Banow), Heinrich Buchwald, Herr Hermann
Belezschaw, Titczko herzogl. Notar. Das angebliche Or. Kamenz 94 im Bresl. Staatsarch, ist eine
Fälschung des XVI. Jahrh. so gut wie die obenerwähnte Kamenzer Urk. vom 12. December 1316.
Das an violetten Seidenfäden hangende Siegel des Herzogs, rückseitig mit Helmsiegel in rothem
Wachs, scheint echt. Abgedr. von Pfotenhauer im Kamenzer Urkundenb. Cod. dipl. Siles. X, 81
mit einigen hier verbesserten Ungenauigkeiten und mit dem falschen Datum Mai 17.
[3687)
Brieg. Bolezlaus, Herzog von Schlesien und Herr von Liegnitz, befreit
gegen eine Zahlung von 60 Mk. die Einwohner von Brieg von dem Zolle in
Ohlau, welche Stadt sie fortan mit ihren Waaren zollfrei passiren dürfen. Z.: Die
Ritter Jacuscho von Patschkau, Tammo Quas, Peter de Commerow, ferner Cziczebor,
Luther von Schiltberg, Nikolaus von Bischofsheim und Herr Tammo des Herzogs
Hofkaplan und Ausfertiger dieses. Or. im Brieger Rathsarch. I, 12 mit dem an grünen
und rosa Seidenfäden hängenden Siegel des Ausstellers mit dem Helmrücksiegel. [3688)
Juni 3. Breslau. Heinrich, Bischof von Breslau, bekennt, dass Herr Raczlaus, Kustos
III non. Jun.
der Oppeler Kirche, einen Altar in dieser Kirche zu Ehren der heiligen Katharina
auf Grund der Urkunde vom 30. Oktober 1306 (vgl. Reg. 2908) dotirt hat, und
bestätigt diese Stiftung. Z.: Die HH. Heinrich von Baruth bischöflicher Propst
von Breslau, Ulmann Dechant und Arnold Archidiakon (beide) von Glogau, Pascho
Archidiakon von Liegnitz, Heinrich von Droguz und Mag. Gosco bischöfliche
Domherren zu Breslau. Or., von dessen Besieglung nur der Pergamentstreifen noch
[3689
erhalten ist, im Bresl. Staatsarch. Oppeln Kollegiatstift 12.
Breslau. Heinrich, Bischof von Breslau, bestätigt auf Bitten des Herrn
Razlaus, Kustos der Oppelner Kirche, dessen Stiftung für den Altar des heiligen
Michael vom 24. November 1312 (vgl. Reg. 3323). Z.: Wie vorher. Nur erhalten
in einer Vidimation des Bischofs Balthasar von Breslau vom 24. Juni 1551 im
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Bresl. Staatsarch. Oppeln Kollegiatstift 217.
Mai 28.
Vig. Trinitat.