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Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.30 Regesten zur schlesischen Geschichte 1338-1342, Lfg. 1/2
Autor:
Wutke, Konrad; Randt, Erich
Rok vydání:
1930
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
384
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorrede
- 1: Edition
- 300: Register
Strana 143
1340. Dezember.
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Da überdies der Ldshptmann, die Ratmannen, die übrigen Genannten u. die Bresl. Bürger
in Stadt u. Distrikt Breslau durch den Bischof nicht ermahnt u. gefordert werden können,
Genugtuung zu leisten, weil keine geistliche Person aus Furcht vor dem Tode sich getraue, ein
Mandat des Papstes, des Erzbischofs, eines bischöfl. Inquisitors oder einer anderen Person, die
in Stadt u. Distrikt Breslau die geistliche Jurisdiktion hat, auszuführen, mahnt u. fordert der
Bischof den König Johann v. Böhmen, den Ldshptmann C. v. Falkenhain, die Bresl. Ratmannen
d. J. 1339 u. 1340, Godinus Kaczinschinder u. Nicolaus gen. Kostil 1) u. die andern Vorgenannten
auf, für ihre Gewalttaten, Beraubungen etc., dem Bischof, dem Domkapitel u. dessen einzelnen
Personen, sowie dem Regular- u. Säkular-Klerus Genugtuung zu leisten und innerhalb von
30 Tagen nach dem 1. Sonntag, an dem diese Urkunde durch den Rektor der Neisser Kirche
publiziert ist (wobei 10 Tage für den ersten, die nächsten 10 Tage für den zweiten u. die
übrigen 10 Tage für den dritten und peremptorischen Termin u. die kanonische Mahnung be-
stimmt werden), die gen. geistlichen Eindringlinge dem Bischof vorzuführen, widrigenfalls sie
wegen ihrer gen. Verfehlungen der Exkommunikation u. die Stadt u. die Bresl. Bürger zur Strafe
ihres Herrn — zumal sie selbst auch schuldig seien —, von da an u. für die Zukunft dem
Interdikt verfallen sein sollen. Er mahnt auch zum ersten-, zweiten- u. drittenmal u. peremp-
torisch alle durch weltliche Gewalt eingesetzten Eindringlinge, sowie die Brüder Petrus antiquus
u. Petrus Kaczinschinder, die sich ins Vinzenzkloster eingeschlichen hätten, innerhalb der gen.
Fristen, die er ihnen als ersten, zweiten, dritten und peremptorischen Termin u. für die ka-
nonische Mahnung stellt, die Kirchen u. Orte, in die sie widerrechtlich eingedrungen sind, zu
verlassen u. in ihnen weiter nicht zu amtieren, sowie dem Abt u. Konvent des Vinzenzklosters,
den Dominikanern u. Franziskanern u. den vertriebenen Rektoren der gen. Parochialkirchen
den ihnen zugefügten Schaden wieder gut zu machen, andernfalls sie nach Ablauf der gestellten
Frist exkommuniziert sein sollen. Diesen Erlaß soll der Pfarrer (rector) v. Neisse in der dortigen
St. Jakobskirche an den nächsten zwei Sonntagen, wenn das Volk zum Gottesdienst kommt,
feierlich verkunden u. allen Interessenten eine Abschrift davon machen lassen; über die Aus-
führung dieses Befehls u. die Publikation des Erlasses aber soll er eine Bescheinigung bei-
bringen. Die Archidiakone sollen den ihnen unterstellten Klerus unverzüglich zusammenberufen
u. dabei den bischöfl. Erlaß bekannt geben, bezw. bekannt geben lassen, die einzelnen Pfarrer
aber in ihren Kirchen an Sonn- und Festtagen den Ldshptmann, die Ratmannen u. Bürger für
exkommuniziert u. die Gemeinde Breslau für interdiziert erklären. Die über die Verkündigung
dieses Erlasses, wie über die Kongregationen der Kleriker zu fertigenden Urkunden (publica
instrumenta) aber sollen je eher je besser (quantocius) dem Bischof übersandt werden. — Aus
der im Bresl. Diözesanarch. befindl. gleichzeitigen Abschrift auf Papier — N N 8 — abgedr.
von Stenzel in Urkk. des Bist. Bresl., S. 282 ff. u. daraus von Korn im Ukdb. der Stadt Bresl.,
S. 147 ff. Unvollständiges lat. Regest bei Emler, Reg. Bohem. et Morav. IV, S. 329 f. Kurze
Darstellung dieser Begebenheiten i. d. Chron. princ. Polon., Script. rer. Sil. I 135 (s. Reg. 6340);
die Vita Caroli IV. berichtet dazu keine Einzelheiten; angef. bei Klose, Von Breslau. Dok.
Gesch. u. Beschreibung, Bd. 2 (1781), S. 129 u. 159 ff. (s. Reg. 6340) u. bei Grünhagen, König
6520
Joh. v. Böhmen u. Bischof Nanker v. Bresl., Wien 1864, S. 79 ff.
Dez. 21 (XII. kal. Jan.). Breslau (dat.). Johann, König v. Böhmen u. Polen 2) u. Graf v. Luxem-
berg, bek., daß Abtissin und Konvent des Klosters Trebnicz ihn gebeten haben, ihnen die 21 Mark
Provinzialsynode ab, deren (bei M. de Montbach, Statuta Synodalia Dioecesana, Bresl. 1855, Appendix S. 307 ff.
gedruckte) Statuten er am 3. Juni 1326 als Papst Urban IV. bestätigte. Stenzel, Urkk. zur Gesch. d. Bist.
Bresl., S. 15 Anm. 5.
1) In der Aufzählung der Verfehlungen vorher nicht erwähnt. — Im Abdruck bei Stenzel fälschlich Kozil.
2) Die Bezeichnung des Kgs Joh. v. B. an dieser Stelle als Kg v. Polen ist recht auffallend, da bekanntlich
Kg Joh. infolge des m. d. Kg v. Polen geschlossenen Vertrages zu Trentschin v. 24. Aug. 1335 (Schles. Reg. 5491