z 386 stránek
Titel
Ia
Ib
Ic
Id
Vorrede
I
II
Edition
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
196
197
198
199
200
201
202
203
204
205
206
207
208
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
230
231
232
233
234
235
236
237
238
239
240
241
242
243
244
245
246
247
248
249
250
251
252
253
254
255
256
257
258
259
260
261
262
263
264
265
266
267
268
269
270
271
272
273
274
275
276
277
278
279
280
281
282
283
284
285
286
287
288
289
290
291
292
293
294
295
296
297
298
299
Register
300
301
302
303
304
305
306
307
308
309
310
311
312
313
314
315
316
317
318
319
320
321
322
323
324
325
326
327
328
329
330
331
332
333
334
335
336
337
338
339
340
341
342
343
344
345
346
347
348
349
350
351
352
353
354
355
356
357
358
359
360
361
362
363
364
365
366
367
368
369
370
371
372
373
374
375
376
377
378
379
380
- s. 36: … (v. Banz) u. s. Anhang hätten Klerus u. Volk der St. Bresl. mit Briefen d. Kgs v. Böhmen verführt, das Interdikt nicht…
- s. 59: … die Pf. v. St. Nikolaus u. St. Mauritius bei der St. Bresl. u. die v. Renkeri villa (Rengersdorf ssw. v. Glatz) u.…
- s. 92: … wahrscheinlich, daß die konfiszierten Gelder zum Ersatz der Unkosten der St. Bresl. bei der Eroberung v. Militsch (s. Reg. 6301) Verwendung fanden.…
- s. 92: … Militsch (s. Reg. 6301) Verwendung fanden. Vgl. Grünhagen, Rechnungsbücher der St. Bresl. (Cod. dipl. Sil. III) S. 65 u. 66 u. Grün-…
Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.30 Regesten zur schlesischen Geschichte 1338-1342, Lfg. 1/2
Autor:
Wutke, Konrad; Randt, Erich
Rok vydání:
1930
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
384
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorrede
- 1: Edition
- 300: Register
Strana 36
36
1338. September.
ba
m. Ausnahme der 18 Scheffel Weizen zu s. Lebzeiten vorbehalten, wofür er den derzeitigen
Offizianten oder Minister dieses Altars, Joh. v. Nysa (Neisse), den er zur Verwaltung desselben
gewählt u. angenommen u. dem Bischofe, sobald dieser nach Bresl. kommt, vorzuschlagen zu-
gesagt hat, als seinen Vikar mit dem notwendigen Lebensunterhalt für dieses Amt versehen wird.
Nach Friczcos Tode jedoch sollen sämtliche Einkünfte mit Ausnahme der 18 Scheffel Weizen
an Joh. v. Neisse als Minister des Altars sowie an dessen Nachfolger übergehen. Z.: Die Herren
Joh. v. Ladimiria, Joh. v. Gubyn (Guben), Otto v. Donyn, Konrad v. Len (Lähn, Kr. Löwen-
berg), Coppo v. Stercza (Stertz), Konrad v. Vlok (Aulock) u. die übrigen zum Kapitel versammelten
Mitkanoniker, (ferner) Heinrich, Subkustos, u. Joh. v. Pylauia (Peilau), Vikar an der Kreuzkirche.
— Bresl. Diözesanarch. Urk. unt. dies. Dat. Orig. Perg. Notariatsinstrument v. Johann, (Sohne) des
weil. Günther v. Neisse, Bresl. Kler. u. kaiserl. öffentl. Notar, m. d. Notariatszeichen desselben. Auf
dem Rücken der Urk. steht von späterer Hand: „Istud instrumentum est super altare Symonis
et Jude, collatio capituli et est vicariale, actu presbiter esse debet.“ Dahinter von jüngerer
6150
Hand: „census sunt in Sirbin, Joh. (? Jeronymus?) Heylsberg est altarista“1).
Sept. 21 (XX prima d. mens. Sept.). Visegrád i. Ungarn (dat. i. Vissegrado). Der päpstl.
Nuntius Galhard de Carceribus, Propst d. Kirche zu Titel (i. Ung.), berichtet dem P. Bened. XII.
i. ausführlicher Weise, wie er alle ihm v. Papste u. der päpstl. Kammer aufgetragenen Geschäfte
auf s. Rückwege nach Ung. i. Kgreich Polen glücklich ausgerichtet habe, daß sie aber durch
die päpstl. Weisungen gänzlich vernichtet u. durchkreuzt worden seien. Eingehend schildert er
die Vorgänge bei dem Verfahren gegen den Bresl. Kan. Nik. v. Bancz (s. Reg. 6056 v. 28. Febr.
1338) um die Herausgabe der Bresl. Bistumseinkünfte während der Sedisvakanz, der auf Grund
eines erschlichenen päpstl. Befehls ihn (Galh.) durch die Abte v. Kamenz, Leubus u. St. Vincenz zur
Verantwortung nach dem mehr als 2 Tagereisen entfernten, unsicheren Breslau habe fordern u. dann
i. Krakau, Breslau u. andern Städten d. Kgreichs Polen als exkommuniziert habe verkünden lassen
(s. a. Reg. 5931). Weiter habe er den Hzg (Boleſlaw III.) v. Brieg, der, wie er aus dem v. d.
päpstl. Kammer ihm übergebenen Abrechnungsbuch des Mag. Pet. v. Alvernia erschen, unter andern
Schuldnern der Kammer 200 Mk. schuldete, nach verstrichener Frist öffentl. gebannt; auch dieser
setzte eine Appellation durch u. gewann dafür den Dechanten v. Budissin (Bautzen) als einzigen
Richter, der ihn (Galh.) nach Bautzen, obgleich dies von der Grenze des Krakauer Bistums mehr
als 5 Tagereisen entfernt ist u. im Machtbereich des Kgs v. Böhmen liegt, zitierte u. trotz seiner
Appellation an den päpstl. Stuhl in dessen Mißachtung gebannt hat. Dann habe er die Bresl. Bgr
u. alle andern i. d. Bresl. Diöz., weil sie den lange schuldigen Peterspfennig nicht zahlten, gemahnt
u. darauf über sie das Interdikt verhängt. Aber auch diese verstanden es, bei dem päpstl. Hofe
einen Richter gegen ihn, in Wahrheit gegen den apostol. Stuhl u. die päpstl. Kammer, zu gewinnen
i. der Person des Abts v. Grissovia (Grüssau), Bresl. Diöz., der ihn zum 17. Okt. (sabb. ante instans
f. s. Luce ew.) nach Swidnicz (Schweidnitz) vorlud, das ebenfalls im Machtbereich des Kgs v. Böhmen
u. des ihm anhängenden Hzgs (Bolko II.) liegt, nicht sicher u. mehr als 2 Tagereisen von der Kra-
kauer Bistumsgrenze entfernt ist, weshalb er Appellation a. d. h. Stuhl eingelegt hätte. Der Nuntius
schildert nun weitschweifig die Schäden, die durch die päpstl. Weisungen u. die unbilligen Richter
der apost. Stuhl u. die päpstl. Kammer erlitten hätten: Nik. (v. Banz) u. s. Anhang hätten Klerus
u. Volk der St. Bresl. mit Briefen d. Kgs v. Böhmen verführt, das Interdikt nicht zu beachten
u. das ganze Kapitel u. den Klerus mit Ausnahme weniger poln. Kanoniker vom Bisch. (Nanker)
getrennt; der gen. König sei mit dem ganzen Klerus u. der deutschen Bevölkerung in den Bischof
gedrungen, das Interdikt zu verletzen, so daß er (d. Bisch.) mit den wenigen Polen im Kapitel aus
Bresl. weichen mußte u. bis z. heut. Tage mit allen Polen, die das Interdikt beachten, elend im
Exil leben müsse2), zum Schaden u. zur Schmach der h. röm. Kirche. Der gen. Nik., der
1) 1467 gab es einen Bresl. Domherrn Joh. Heilsberg, vgl. Heyne, Gesch. des Bistums Breslau III, 563.
2) Vgl. Reg. 6075 v. 9. April 1338, wonach B. Nanker i. s. bischöfl. Halt Ujest i. Ob.Schl. weilte.