z 386 stránek
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Vorrede
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- s. 48: … u. liegt, seinen Töchtern Hedwig, Katharina u. Anna, Nonnen des Klosters Trebnitz, zu ihrer lebenslänglichen Nutz- nießung m. der Bestimmung überlassen hat,…
- s. 118: … KAThER- ABBE-D'. TREBNICZ - und das bekannte runde Konventssiegel des Klosters Trebnitz hängen, während nach dem Text der Urk. das Abtissinen-Siegel der…
- s. 118: … 1615). 6430 1) Über den Erwerb von Frauenwaldau durch das Kloster Trebnitz i. J. 1250 s. Reg. 715. — Ober-Frauen- waldau war…
- s. 133: … Mar. virg.). Trebnitz (act. et dat. Trebnicz). Hedwig, Abtissin des Klosters Trebnitz, u. der ganze Konvent das. bek., daß sie mit Zustimmung…
- s. 144: … IV, 330 Nr. 845. Kurz erwähnt in der Gesch. des Klosters Trebnitz b. Haeusler, Gesch. des Fürstentums Oels (Bresl. 1883), S. 318.…
- s. 148: … Priorin, Anna, Kellermeisterin, Herr Nik. v. Jawir (Jauer), Prior des Klosters Trebnitz, Herr Nikolaus, Kustos, Bernhard, Beichtiger, Herr Nikolaus, Schreiber, Bruder Martin,…
- s. 166: … Bürgers Felozco auf ihre Lebenszeit und nach ihrem Tode dem Kloster Trebnitz aufgelassen haben. Der Herzog bestätigt dies etc. Z.: Friezco v.…
- s. 190: … Bd. I, S. 918/919. Sept. 21 (i. d. Matthei ap.). Kloster Trebnitz (act. i. claustro Trebnicz). Konrad (I.), Herzog v. Schlesien u.…
- s. 191: … Steinau?). — Bresl. Staatsarch. Rep. 135 D 303 (Diplomatar des Klosters Trebnitz a. d. 17. Jahrh.), 6671 fol. 90. Verglichene Abschr. v.…
- s. 205: … b. Hedwigis circa fenestram ferream domine abbatisse). Hedwig, Abtissin des Klosters Trebnitz, bek., daß vor ihr, ihren Altesten (sc. den Klosterjungfrauen) und…
Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.30 Regesten zur schlesischen Geschichte 1338-1342, Lfg. 1/2
Autor:
Wutke, Konrad; Randt, Erich
Rok vydání:
1930
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
384
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorrede
- 1: Edition
- 300: Register
Strana 118
118
1340. März.
März 28 (V. kal. Apr.). Trebnitz (act. Trebnicz). Hedwig, Abtissin des Zisterzienserklosters
Trebnitz, bek., daß sie, wie aus dem Klosterregister ersichtlich, zur Verbesserung ihres
Klosters mit Einwilligung des Konvents dem vorsichtigen Manne Peter gen. Sedlik 40 Hufen
von dem Klosterwalde, Bukcovina 1) gen., zur Aussetzung nach deutschem, Neumarkter Recht,
— soweit das ohne Benachteiligung der umliegenden Güter geschehen konnte —, für 35 Mk.
kgl. Gr. vkft hatte. Da aber die über diesen Kauf ausgestellte u. von Peter Sedlik dem Kloster
zur Aufbewahrung übergebene Urk. dort nicht aufgefunden werden konnte, habe sie nach dem
Befund im Register des Klosters für ihn eine dem Inhalt des verloren gegangenen Kaufbriefes
entsprechende Urk. schreiben u. ihm aushändigen lassen. Danach soll Peter Sedlik diese 40 Hufen
in der Weise nach deutschem Recht, wie es die Bürger v. Neumarkt haben, aussetzen, daß er,
s. Erben u. rechten Nachfolger als Schulzen 4 Freihufen, den Kretscham, die Mühle mit der
Fischerei u. den Fischen, die Fleisch-, Brot- u. Schuhbank, den dritten Pfennig vom Gericht u.
das Hutungsrecht für 150 Schafe auf den Gütern des Dorfes mit eigenem Hirten zu freiem Be-
sitz erhalten, wofür sie dem Kloster wie dessen andere Schulzen dienen sollen. Die übrigen
Dorfbewohner sollen nach 12 Freijahren von jeder Hufe dem Kloster jährlich 1 Vierdung Silber
u. 1 Malter Getreide, nämlich 7. Scheffel (mensuras) Weizen u. 5 Scheffel Hafer, zu Martini
entrichten. Weder der jeweilige Schulze aber, noch die Bauern sollen ein Anrecht haben auf
die Bienenbauten (mellificia) innerhalb der Dorfgrenzen, sondern alle Bienenstände (reservacula
vel czenycze2) apum), wo auch immer sie auf den Schulzen- oder Bauernhufen vorhanden sind,
behält das Kloster sich ausdrücklich wegen der ewigen Kerze des h. Bartholomäus (propter
cereum indeficiens s. Bartholomei) vor. Z.: Die Herrin Alba, Kellermeisterin, die Priorin Virago, die
Subpriorin Katharina, die Siechenmeisterin Anca, Br. Martin, Kellermeister, Br. Peter, Weinberg-
meister (mag. vinee), Valdco, Schulze v. Zawona (Schawoine, Kr. Trebnitz), Jeschco, Vogt v.
Trebnitz, u. Hanco Goswini. — Bresl. Staatsarch. Rep. 125. Zisterzienserinnenkl. Trebnitz Nr. 177.
Fälschung3) a. d. Ende d. 14. Jahrh., an der das Siegel der Abtissin Katharina II. mit der im
Namen eingedrückten Umschrift & S'.-SORORIS KAThER- ABBE-D'. TREBNICZ - und das
bekannte runde Konventssiegel des Klosters Trebnitz hängen, während nach dem Text der Urk.
das Abtissinen-Siegel der Hedwig daran hängen sollte. Ein Vidimus4) dieser Urk. durch den
Bresl. Rat unterm 28. April 1514 ebenfalls i. Bresl. Staatsarch. Rep. 125 Nr. 681. Orig. Perg.
m. d. Siegel der St. Breslau. Abdr. b. Häusler, Urkdsammlung zur Gesch. d. F. Oels S. 156; an-
geführt b. Heyne, Gesch. d. Bist. Bresl. I, 929 u. b. Häusler, Gesch. d. F. Oels, S. 372; mehrfach
zitiert als Beispiel für die Anlage deutscher Dörfer nach dem Neumarkter Muster b. Tzschoppe
u. Stenzel, Urkdsammlung zur Gesch. d. Ursprungs der Städte u. der Einführung u. Verbreitung
deutscher Kolonisten u. Rechte i. Schlesien etc., S. 96, 130, 150, 152 u. 1615).
6430
1) Über den Erwerb von Frauenwaldau durch das Kloster Trebnitz i. J. 1250 s. Reg. 715. — Ober-Frauen-
waldau war nach Reg. 2464 schon vor 1297 zu deutschem Recht ausgesetzt, da in dieser Urk. der Schulze
Hermann eine Hufe von seiner dortigen Schultisei verkauft. Mit Häusler, Urkundensamml. z. Gesch. d. F. Oels,
S. 156, werden wir unter „silva Bukcovina“ daher hier den Wald von Nieder-Frauenwaldau verstehen müssen.
Auch die Vidimation dieser Urk. durch den Bresl. Rat am 28. April 1514 (s. oben) faßt sie in ihrem Dorsual-
vermerk „vidimus locationis uille Frauenwalde“ als die Aussetzungs-Urkunde von Nieder-Frauenwaldau auf.
2) Verderbt aus pszczelnik = der Bienenstand. 3) Vgl. E. Randt, Die Aussetzungsurk. v. Nieder-Frauen-
waldau, Kr. Trebnitz, zu Neumarkter Recht. Ein Beitrag zur Urkundenfälschung im Mittelalter, Zeitschr. f.
Gesch. Schles., Bd. 59 S. 125 ff. 4) „Nos vidisse....litteras vnas apertas in pergameno conscriptas, appensis
sigillis quondam abbatisse et conventus Trebnicensis munitas, quas in scriptura, pergameno et sigillis saluas,
sanas, integras, non cancellatas nec aliquo vicio notatas comperimus.“ Es ist damals also weder bemerkt worden,
daß das Siegel das der Abtissin Katharina II. (1372—1404) ist, noch hat man, wohl aus Mangel an Vergleichs-
material, Anstoß an der Schrift genommen, die unzweifelhaft dem Ausgang des 14. Jahrh. angehört. 5) Ab-
gesehen von Häusler (Urk.-Samml. S. 156), der den Namen der Abtissin in der Legende richtig als Katherina
las, sich aber angesichts dieser Tatsache mit einem „sic!“ begnügte, ist gegen die Echtheit der Urkunde bisher
kein Zweifel erhoben worden.