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Vorrede
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- s. 132: … Herr v. Steinau2), bek., daß er zu seinem Seelenheil dem Kloster Leubus für dessen langjährige ge- treue Dienste seine hzgl. Zinse u.…
- s. 190: … (Tschirn), Ritter, bek., daß er verpflichtet ist, dem Abt u. Kloster Leubus jährl. von seinem Allod Ingrami uilla (Ingrams- dorf b. Schweidnitz)…
- s. 236: … ein Zeitgenosse (nach Klapper war der Urheber dieser Sammlung das Kloster Leubus) es fertig gebracht hat, alle diese Urkunden, oft ganz diskreten…
- s. 237: … O. T. o. O. Den Abt Jo. (Johann II.?) des Klosters Leubus bittet der Kleriker C. um Aufnahme in das Kloster wegen…
- s. 237: … (31). o. J. o. T. o. O. Johannes, Abt des Klosters Leubus Zisterzienser-Ordens, erwidert dem Herrn C., Kleriker von T., wie schwer…
- s. 246: … 4 gen. Schiedsrichter erklären nunmehr, daß Abt u. Konvent des Klosters Leubus aus freiem Willen u. Entgegenkommen den Brüdern Heinrich v. Tincz…
- s. 246: … für (in conceptu) seine Mitschiedsrichter. — Bresl. Staatsarch. Rep. 91 Kloster Leubus Urk. Nr. 286. Orig. Perg. mit dem an Pergament- streifen…
Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.30 Regesten zur schlesischen Geschichte 1338-1342, Lfg. 1/2
Autor:
Wutke, Konrad; Randt, Erich
Rok vydání:
1930
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
384
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorrede
- 1: Edition
- 300: Register
Strana 236
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o. J. O. T. o. O.
notwendigen Einzelforschungen, müssen besonderem Studium vorbehalten bleiben1). Die in dieser
Sammlung zusammengebrachten Formeln bringen stets zugleich die Antwort. Nach den in ihnen
genannten oder angedenteten Namen müßten sie aus den verschiedensten Quellen stammen,
und setzen wir ihre Entstehung zum größeren Teil in die Zeit des Bresl. Bischofs Preczlaw, wie
Klapper annimmt, so muß man sich wundern, wie ein Zeitgenosse (nach Klapper war der Urheber
dieser Sammlung das Kloster Leubus) es fertig gebracht hat, alle diese Urkunden, oft ganz
diskreten und unerfreulichen Inhalts, sich zugänglich zu machen und für ein Formularbuch ver-
wenden zu dürfen. Es taucht daher unwillkürlich die Frage auf, ob nicht vielleicht der Bearbeiter
dieses Formelbuches, wie es gang und gäbe war, andere Formelsammlungen benutzt und für
den von ihm beabsichtigten Wirkungskreis wie die Diözesen Breslau, Posen, Krakau nnd
Gnesen durch Einfügung passender Ortsnamen, auch mit den durchaus nicht gleichen Anfängen
von Personennamen einfach umgearbeitet hat, wie es gerade auch bei andern schlesischen Formel
büchern des Mittelalters der Fall gewesen ist2). Auch eine Stilvergleichung der einzelnen Ur-
kunden dürfte vielleicht zu einem gesicherten Ergebnis führen, ob trotz aller Namen hier ebenfalls
nicht bloß Stilübungen, Phantasiegebilde eines Diktators unter mehr oder minder geschickter
Anlehnung an tatsächliche Geschehnisse vorliegen3), um zu zeigen, wie man in solchen Fällen
zu schreiben hätte, oder ob tatsächlich reale Urkunden dem Zusammensteller dieses Formelbuches
zur Verfügung gestanden haben, die dann allerdings eine erfreuliche Bereicherung unserer
geschichtlichen Kenntnisse jener Zeit bedeuten würden.
Es mögen daher im Folgenden diese Urkundenformeln schlesischen Gepräges hier kurz ihre
Wiedergabe (nach Klapper) finden:
o. J. o. T. o. O. Der Brieger Bürger H. bittet den Bischof P. von Breslau, da der Pfarrer
der Kirche zu Neisse am 30. Juni (pridie kal. Julii) gestorben sei, seinem Sohne N., Kleriker
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der unteren Grade, die Pfarrstelle zu verleihen (9).
o. J. o. T. o. O. Der Bresi. Bischof P. schlagt dem Brieger Burger H. sein Gesuch ab,
da sein Sohn P. noch nicht 25 Jahre alt und nicht genügend vorgebildet sei. Derselbe solle daher
2 bis 3 Jahre fleißig studieren, dann könne man an ein Benefizium für ihn denken (10). 6809
o. J. o. T. o. O. Dem Bresl. Bischof Jo. 4) teilt der Rektor der Pfarrkirche in Olsen (Stadt
Oels, Ölschen b. Steinau, Alt-Oels b. Bunzlau, Oelse b. Striegau?) mit, daß seine Kirche durch
Totschlag entweiht sei, und bittet um Benediktion durch den Bischof (11).
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o. J. o. T. o. O. B., Bischof von Breslau, befiehlt ihm, die Mörder feststellen und vor ihn,
den Bischof, zitieren zu lassen. Er würde am Tage nach St. Michaelis (30. Sept.) dorthin
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kommen (12).
o. J. o. T. o. O. Bei dem Bresl. Bischof beschwert sich C., Pfarrer in G., über seine Bauern, die
die alten Opferpfennige beim Sakramentsempfang verweigern, und bittet um Abhilfe (13). 6812
o. J. o. T. o. O. B., Bischof von Breslau, befiehlt den Rektoren der Kirchen von St. Elisabeth
und von Maria Magdalena in Breslau, unter Ubersendung der Klageschrift des C., Pfarrers von
Lesna (Deutsch-Lissa?) sich dorthin zu begeben, die Dorfältesten eidlich zu vernehmen und
wenn sich die Behauptungen des Pfarrers als begründet erweisen, die Parochianen zu verpflichten,
innerhalb 14 Tage den alten Gebrauch anzuerkennen, widrigenfalls die Exkommunikation gegen
jeden Widersacher verhängt würde (14).
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1) Vgl. dazu K. Wutke, Uber schlesische Formelbücher des Mittelalters (Darst. u. Qu. z. schles. Gesch.
2) S. darüber Wutke a. a. O. und K. Burdach, Schlesisch-Böhmische Briefmuster a.
Bd. 26), Breslau 1919.
d. Wende des 14. Jahrh. (1926). 3) Vgl. z. B. Peter Wolff, Der Briefsteller des Thymo von Erfurt und seine
Ableitungen. Bonner Dissert. 1911, passim.
*) Will man dieser Urk. und besonders dem Namen Jo. einen
geschichtlichen Wert beimessen, dann käme allerdings nur Bischof Johann III. 1292—1301 in Betracht.