z 386 stránek
Titel
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Vorrede
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- s. 126: … Propst v. Vyšehrad (b. Prag), Kanzler u. oberster Marschall des Königreichs Böhmen, bek., daß er zu seines Geschlechts Seelenheil mit Zustimmung seines…
- s. 147: … Bauergüter) auszusetzen, wobei er für sich und seine Nachkommen im Königreich Böhmen auf alles Recht, alle Gerichtsbarkeit und Nutzung verzichtet; außerdem erhält…
- s. 176: … i. Italien zwischen Peter v. Rosenberg 1), oberstem Kämmerer des Königreichs Böhmen, u. Herzog Bolko v. Troppan2) wegen des Vorrangs u. der…
- s. 192: … eidlich verpflichtet hat u. wozu auch alle seine Nachfolger im Königreich Böhmen verpflichtet sein sollen —, unter seinem Eide ratifiziert u. bestätigt…
- s. 194: … u. Markgrafen v. Mähren, u. dessen Erben und Nachfolgern im Königreich Böhmen auf mündlichen Befehl des gen. Königs gelobt hat, nach des…
- s. 194: … falls derselbe nicht mehr existiere, dessen Erben und Nachfolger am Königreich Böhmen für ihre natürlichen und rechtmäßigen Erbherren anzusehen und ihnen dann…
Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.30 Regesten zur schlesischen Geschichte 1338-1342, Lfg. 1/2
Autor:
Wutke, Konrad; Randt, Erich
Rok vydání:
1930
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
384
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorrede
- 1: Edition
- 300: Register
Strana 192
192
1341. September.
Sept. 24 (fer. sec. prox. post f. b. Mauricii et sociorum eius). Breslau (dat.). Karl, Erst-
geborener des Königs von Böhmen, Markgraf v. Mähren, bek., daß, nachdem die Bresl. Rat-
mannen namens der ganzen Stadt Breslau auf Befehl seines Vaters ihm den Eid der Treue
dahin geleistet haben, nur ihm nach des Königs [Johann] Tode als dessen Erstgeborenen u. als
König v. Böhmen und ihrem rechtmäßigen u. natürlichen Erbherrn treu u. gehorsani zu sein,
— wogegen sie nach der feierlichen Verfügung seines Vaters für immer untrennbar von der
Krone Böhmens sein sollten —, er auf deren Bitte der Stadt Breslau alle dieser von seinen
Vorgängern u. besonders von seinem Vater verliehenen Schenkungen, Begnadungen, Immunitäten,
Freiheiten, Rechte u. Privilegien in allen ihren Artikeln u. Klauseln u. vor allem, daß sie in
keiner Weise von der Krone Böhmen getrennt werden solle — wozu ihn schon längst sein Vater
eidlich verpflichtet hat u. wozu auch alle seine Nachfolger im Königreich Böhmen verpflichtet
sein sollen —, unter seinem Eide ratifiziert u. bestätigt hat. Zugleich verspricht er, diese Rechte
in nichts zu schmälern, sondern sie vielmehr in allem zu mehren. — Bresl. Stadtarch. Urk.
F 2a; Orig. Perg., an dem das große Reitersiegel des Markgrafen mit Rücksiegel hängt. Abdruck
i. Cod. dipl. Moraviae VII, 255 u. bei Korn, Bresl. Urkundenbuch, S. 151 f., woselbst eine Siegel-
beschreibung. Böhmer, Reg. Kaiser Ludwigs u. s. Zeit, Additamentum II, S. 344 Nr. 42 bringt
ein kurzes Reg. dieser Urk. fälschlich zum 25. Sept. Kurze Regg. auch bei Huber, Reg. Kaiser
Karls IV., pag. 12 u. bei Emler, Reg. Bohemiae et Moraviae IV, 402. Auszügl. bei Klose, Von
6674
Breslau. Dokumentierte Geschichte II, 172.
vor Sept. 28 1). Prag. König Johann v. Böhmen befahl auf die Beschwerde der Bresl.
Ratmannen über den Inquisitor Johann v. Schwengfeld, der sie durch sein ungerechtes Vorgehen
gegen sie (s. Reg. 6654) zu Ketzern machen wolle, den in Neisse befindlichen geistlichen Ad-
ministratoren des vakanten Bresl. Bistums, den Bresl. Domherren Propst Heinr. v. Baruth u.
Scholastikus Apeczko, einige der Ihrigen (de suis) mit dem gen. Inquisitor zu sich nach Prag
zu senden, wo er diese Zwistigkeiten untersuchen u. beilegen wolle2). Zweeks sicheren Geleites
derselben gebot er dem Breslauer Landeshptm. u. den Bresl Bürgern, sie zu begleiten u. Frieden
zu halten, worauf der Bresl. Ldshptmann Konrad v. Falkenhayn den gen. Inquisitor, dessen
Begleitung u. auch einige Bresl. Bürger nach Prag geleitete, wo der König am 27. Sept. 1341
die Verhandlungen mit ihnen begann, die durch die am nächsten Tage erfolgte Ermordung
des Inquisitors (s. Reg. 6676) unterbrochen wurden. — Chronica principum Poloniae bei Stenzel,
Script. rer. Sil. I, 135 f. Vgl. dazu Klose, Von Breslau. Dokumentierte Geschichte II, 167;
Stenzel, Geschichte Schlesiens I, 170; Heyne, Bistumsgesch. I, 746; Grünhagen, König Johann
6675
u. Bischof Nanker, S. 89.
Sept. 28 (in vigilia Michaelis) °). Prag. Der Inquisitor Johann v. Schwengfeld (s. Reg. 6654)
—
wird zu Prag im Kloster zu St. Klemens — angeblich von einem gewissen Knewfel — ermordet 4).
—
1) Vgl. das folgende Reg.
2) Die Veranlassung, daß der König diesen Streit vor sein Forum zog, hatten
eigentlich die Inquisitoren dadurch, daß sie in der Inquisitionsurk. (Reg. 6654) die weltliche Macht zu Hilfe
3) Thebesius, Liegnitzische Jahrbücher II, 190 f. bringt nach Inscriptiones templ.
riefen, selbst gegeben.
Swidnic. I 3, cap. 18, pag. 343 zur Datierung dieses Ereignisses die Notiz, daß auf einem alten auf Pergament
geschriebenen Schweidnitzer M. S. die Worte standen: „Ao. Dn. MCCCXLI occisus fuit Inquisitor in Octava B.
Michaelis, quae dies Sabbathi.“ Desgl. ist in dem i. der Vatik. Bibliothek i. Rom befindl. Rotulus latinus 38 (von
fast 2 m Länge) des großen Zeugenverhörs in dem Prozeß gegen die Bresl. Beginen (vgl. Reg. 5146) ein kleines
Papierfaszikel beigeheftet, das in der Schrift des XIV. Jahrh. nach der Überschrift „Historia interfectionis fratris
Johannis Swenkenfelt" den Vermerk enthält: „A. D. MCCCXLI in octaua s. Michaelis, que tune erat in sabbato,
occisus est beate memorie frater Johannes de Swenkenfelt inquisitor.“ (Auskunft der Assistenten am Pr. hist.
Institut i. Rom Dr. Holtzmann vom 12. 12. 25 u. Dr. Wentz vom 4. 5. 26.) Das aber wäre dann der 6 Oktober.
4) Die Chron. princ. Pol. bei Stenzel, Script. rer. Sil. I, 136 gibt dazu folgende Schilderung: „. . Als der
Inquisitor [i. Prag] sich gerade im Kloster zu St. Klemens ... auf eine Predigt vorbereitete, erschienen dort
zwei Leute, deren einer Knewfel hieß, der nach Ermittelung des Aufenthalts des Inquisitors an die Tür von