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Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.30 Regesten zur schlesischen Geschichte 1338-1342, Lfg. 1/2
Autor:
Wutke, Konrad; Randt, Erich
Rok vydání:
1930
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
384
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorrede
- 1: Edition
- 300: Register
Strana 197
1341. Oktober.
197
v. Luxemburg, bek., daß er in Betracht der Unfruchtbarkeit und Minderwertigkeit der Acker
seines Neumarkter Distrikts seinen dortigen getreuen Vasallen, Lehnsträgern u. Landsassen, um
sie gegen sich u. seine Nachfolger in ihren Diensten bereitwilliger u. zu rechter Zeit um so
tatkräftiger zu machen, die Kollekten (Schoß), die Geld- und Getreidegeschosse und die Münz-
gelder, die sie ihm von ihren Gütern schulden, dahin herabgesetzt hat, daß ihm und seinen
Nachfolgern von jeder Zinshufe in diesem Distrikt fortan für alle Zeiten 6 Gr. für die Geschosse
(pro collecta sive exaccione) und 11/2 Gr. für das Münzgeld und 3 Scheffel Dreikorn, nämlich
Weizen, Gerste und Hafer, gegeben und abgeführt werden sollen; und damit nicht die gen.
Vasallen, Lehnsträger, Landsassen, Einwohner u. Landbebauer dieses Distrikts von seinen Land-
vögten allzu hart mit Strafen beschwert werden, bestimmt er für immer, daß in allen und jeden
Strafsachen, die zur Gerichtsbarkeit seiner Landvögte gehören, nicht mehr als bis zu 5 Solidi 1)
für jede Straftat gefordert und von drei Rechtsprechern und Schöffen erkannt werden darf,
bei deren Dritteilung 1/8 dem Vogt oder den Landvögten, 1/8 dem Herrn oder den Grundherren
u. 1/2 dem Scholzen oder den Scholzen, in deren Gericht die gen. Landvögte den Vorsitz führen,
zufließen sollen, wie dies in seinem Breslauer Lande Rechtsgewohnheit ist. Weiter gewährt er
den gen. Vasallen, Lehnsträgern und Landsassen, sowie den Leuten guter Nation und Eigenschaft2)
die Gunst und die Ehrung, daß sie und jeder unter ihnen von allen und jeden Zahlungen und
Gebungen bei Auflassung und Annahme der Lehn- und Erbgüter, die sie nach Gewohnheit oder
Recht zu leisten verpflichtet waren, fortan auf immer befreit sind. Weil er auch das unordent-
liche und ungehörige Streben zur Liebedienerei ihm gegenüber aus dem Wege schaffen will,
bestimmt er, daß keiner von seinen Vasallen, Lehnsträgern und Landsassen dieses Distrikts und
seines Königreichs auf des andern Gutern kgl. Kollekten und Geschosse oder kgl. oberste und
niederste Rechte und Gerichte und besonders das Anfallsrecht, welches ihm und seinen Nach-
folgern beim Todesfall ohne einen legitimen Erben rechtlich gebührt, von ihm und seinen
Nachfolgern durch ungebürliche Anforderungen und Bitten erwirken und sich aneignen darf,
und verspricht ihnen, an niemand seine kgl. Grundherrschaftsrechte (dominia), Gerichte u. Rechte,
Kollekten, Geschosse u. Lehen, besonders auch die Anheimfälle, zu vergeben, zu verreichen oder
zu verpfänden, besonders aber nicht das Anheimfallsrecht, bevor er und seine Nachfolger fest-
gestellt haben, daß der Herr und Besitzer der Güter ohne Hinterlassung eines leiblichen Erben
verstorben ist. Jede dagegen sprechende Handlung soll ungiltig sein. Z.: Der erlauchte Fürst
Herzog Rudolf v. Sachsen, der ehrwürdige Berthold v. Lype, Propst v. Vyšehrad, sein geliebter
Fürst, Berca v. Duba, kgl. Burggraf zu Prag, und Heynemann v. Duba, Herr v. Nachod s). —
Bresl. Staatsarch. Rep. 1b Urk. F. Breslau Nr. 22. Orig. Perg. m. d. kgl. Siegel des F. Breslau
zu Erben und Sachen; abgedr. a. d. gleichzeitigen Eintragung i. Alt. Bresl. Landb. A (Bresl.
Staatsarch. Rep. 16 O. G. B. Nr. 1), fol. 18 b. Tzschoppe u. Stenzel, Urkundensammlung etc.
(1832), S. 550/552.
6689
Okt. 16 (die beati Galli). Prag (dat.). Johann, König v. Böhmen u. Graf v. Luxemburg,
teilt dem Bürgermeister u. den Ratmannen zu Breslau mit, daß er mit den Breslauer Juden,
seinen Kammerknechten, damit diese unter seinem Schutz sich von den sie seit langer Zeit
drückenden Lasten 4) besser erholen können, in edelmütigem Entgegenkommen dahin verglichen
hat, daß vom obigen Datum ab auf 10 Jahre jeder derselben gemäß den darüber ergangenen
2) „ac bone homines nacionis
1) 4 Solidi gingen auf 1 Mk., vgl. C. d. Sil. XXIX, S. 253 sub solidi.
3) Die Urk. macht fast den Eindruck, als ob am Schluß die Zeugenreihe nicht vollständig
et condicionis.“
wiedergegeben ist, zum mindesten ist es auffällig, daß kein einziger Vasall des F. Breslau-Neumarkt unter den
Zeugen genannt wird, sondern nur ein Reichsfürst und 3 böhmische Vasallen, auch nicht der Landeshauptmann
4) Vgl. M. Brann, Geschichte der
des F. Breslau, zumal die Urk. mit dem Bresl. Amtssiegel besiegelt ist.
Juden i. Schlesien II (Bresl. 1897), S. 41 ff.