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Vorrede
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- s. 271: … Bischof, das Kapitel, den Säkularklerus u. die weltlichen Untertanen der Breslauer Kirche jemals mit Abgaben, Steuern, Zahlungen, Sammlungen usw. beschweren werden. —…
- s. 280: … niemals einen Anspruch auf diese Burg oder das Eigentumsrecht der Breslauer Kirche daran im Gericht oder sonstwie zu erheben 3). O. Z.…
Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.30 Regesten zur schlesischen Geschichte 1338-1342, Lfg. 1/2
Autor:
Wutke, Konrad; Randt, Erich
Rok vydání:
1930
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
384
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorrede
- 1: Edition
- 300: Register
Strana 280
280
1342. November.
(Parchwitz), Jescho Busewoy, Gawin Abscacz (Abschatz), Heinrich v. Landeserona (Landskron
u. Franczco Busewoy, Ritter, Peczco v. Schellindorf (Schellendorf) u. Tammo v. Kalkruthe
(Kalkreuth), hzgl. Notar, Ausfert. dieses. — A. d. i. Liegnitzer Stadtarch. Urk. Nr. 57 befindi.
Orig.-Perg., an dem an Schnüren von roter und grüner Seide die beiden Wappensiegel der
Aussteller in rotem Wachs hängen, abgedr. bei Schirrmacher, Urkdb. der Stadt u. des Weich-
bildes Liegnitz (1866), S. 93 f., woselbst auf weitere Quellen verwiesen ist. Agft bei Thebesius,
Liegnitzische Jahrbücher (1733) II, 195; bei A. Sammter, Chronik v. Liegnitz Bd. I (1861), S. 242
n. 537 (vgl. Reg. 6710) u. bei R. Rößler, Urkunden Hzg Ludwig I. v. Brieg i. Ztschr. d. V. f. Gesch.
6952
u. Alt. Schlesiens Bd. VI (1864), S. 5 Nr. 21.
Nov. 13 (idus Nov.). Prag (dat.). Karl, Erstgeborener des Königs Johann v. Böhmen u.
Markgraf v. Mähren, bek., daß die Burg gen. Mylicz (Militsch) 1), die die Breslauer Kirche frei
und ruhig (quiete) besitzt2), dieser mit dem vollen Recht u. mit aller Herrschaft frei gehört u.
gelobt für sich und alle seine Erben u. Nachfolger, niemals einen Anspruch auf diese Burg oder
das Eigentumsrecht der Breslauer Kirche daran im Gericht oder sonstwie zu erheben 3). O. Z. —
Aus dem im Bresl. Diözesanarch. befindl. Liber niger (Kopialbuch des Domkapitels), fol. 453b,
abgedr. b. Grünhagen u. Markgraf, Lehns- u. Besitzurkunden Schlesiens, Bd. II, 28 f.; lat. Regest
bei Emler, Reg. Boh. et Mor. IV, 473, woselbst über weitere Quellenangaben zu vergleichen ist;
6953
agft bei Grünhagen, König Johann v. Böhm. u. Bisch. Nanker (Wien 1864), S. 94.
Nov. 15 (XV. die Nov.)4). Prag (dat. i. castro Pragensi). Karl, Erstgeborener des Königs
Johann v. Böhmen, Markgraf v. Mähren, bek., daß nach glaubwürdigem Zeugnis die Gebrüder
Johann, Franscho u. Laurentius Hartlip, seines Vaters u. seine Breslauer Bürger, sowie deren
Vorfahren das Allod Patenitz (Hartlieb b. Breslau)5), das in seinen Rainen u. Grenzen 16 Hufen 6)
enthält u. eine Meile von Breslau gegenüber dem Dorfe Clettindorff (Klettendorf) liegt, von
dem es durch den Fluß Lae (Lohe) getrennt ist, mit aller Freiheit von Angarien, Perangarien,
Einiagerungslasten, Kollekten, Beden, Zahlungen, Fuhrlasten, Geleitsgeldern (conducturis) u.
Diensten aller Art, mit Fischteichen, Fischereien, Wässern, Sümpfen, Ackern, Wiesen, Weiden
u. allen anderen Nutzungen u. Zugehörungen seit undenklicher Zeit frei u. ungestört zu Erb-
recht besessen haben u. noch mit dem Recht besitzen, dieses Allod nach ihrem Belieben zu deut-
schem oder polnischem Recht auszusetzen. Da indessen die über diesen Besitz u. die genannten Frei-
heiten von seinem Vater, König Johann v. Böhmen, u. dessen Vorgängern ausgestellten Privilegien
bei dem großen Brand zu Breslau vom 21. Mai 1342 7) verbrannt sind s), erneuert er auf die zugleich
namens seiner Brüder durch Laurentius Hartlip, den Hausgenossen (familiaris) seines Vaters u.
seiner selbst, vorgetragene Bitte in Anbetracht ihrer seinem Vater und ihm geleisteten treuen
Dienste alle ihre Freiheiten u. Rechte auf das gen. Allod, das sie u. ihre Erben zu den gen.
1) Über den Streit um die Burg Militsch vgl. die Regg. 6301, 6305, 6307, 6312, 6325, woselbst auch die
2) Seit der Einnahme der Burg durch König Johann (Regg. 6301, 6305, 6307) war
Literatur angegeben ist.
dieselbe i. seinem Besitz geblieben. Am 3. Febr. 1342 hatte der König seinem Sohne Karl Vollmacht erteilt,
die Verhandlungen über Militsch mit dem Bischof u. Domkapitel zu führen (s. Reg. 6751). 3) Markgraf Karl
hat die Burg der Kirche also ohne jeden Vorbehalt zurückgegeben. Grünhagen a. a. O., S. 94 Anm. 4, erwähnt
dazu: „Es verdient bemerkt zu werden, daß bei Gelegenheit dieses Streites die Besitzverhältnisse des Schlosses
eine gewisse Anderung erfahren zu haben scheinen. Früher erscheint dasselbe als ausschließliches Eigentum
des Capitels, nach dem Streite wird es urkundlich als gemeinschaftlich dem Bischof und dem Capitel gehörig
*) Emler a. a. O. S. 473 datiert diese Urkunde nach einer ihm zu-
bezeichnet.“ Vgl. Sommersberg I, 785.
gänglich gewesenen vidimierten böhmischen Abschrift nach dem dort angegebenen „actum“ Vermerk (id. Nov.)
5) Vgl.
1342 Nov. 13. In den hier befindlichen Abschriften ist zur Handlung nur das Jahr 1342 angegeben.
P. Hefftner, Ortsnamen i. Stadt- u. Landkreis Breslau, S. 86 u. G. A. H. Stenzel, Landbuch Kaiser Karls IV.,
7) Siehe oben unter 1342 Mai 21
6) Bei Stenzel a. a. O. fälschlich 13 Hufen angegeben.
Nr. 62.
s) Nach Emler a. a. O., war das Privileg König Johanns über Patenitz für den Bresl. Bürger
(Reg. 6827).
Albert v. Kant, den Bruder der Gebr. Hartlieb, ansgestellt. Diese Angabe fehlt in den Breslaner Vorlagen.