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Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.30 Regesten zur schlesischen Geschichte 1338-1342, Lfg. 1/2
Autor:
Wutke, Konrad; Randt, Erich
Rok vydání:
1930
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
384
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorrede
- 1: Edition
- 300: Register
Strana 186
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1341. September.
einst dieser Johann aus dem Allod (extra allodium) der Kinder des Herbord gen. Quaz erworben
hat 1), in den Schutz der Stadt aufgenommen haben. Johann u. seine rechtmäßige Nachkommenschaft
sollen die gen. Hufen zu dem Recht u. der Nutzung, wie er sie bisher von den Kindern des
Herbord Quaz besessen hat, künftig namens der Stadt frei zu Erbrecht besitzen, doch haben sie
für alle Dienste der Stadt jährlich zu Michaelis 8 Skot Zins zu entrichten, wogegen der Rat
verspricht, die beiden Hufen von allem Schoß, allen Kollekten, Angarien, Beden, Fuhr- u. Pflug-
lasten u. allen Steuerauflagen (vexationibus), die durch ihn (den Rat), den Herzog oder dessen
Beamte auferlegt werden könnten, zu befreien u. befreit Johann u. dessen rechtmäßige Nach-
folger von den Malter- und Vierdung (Geld) Zehntleistungen (a malderatis, decimalibus, fertonibus),
die der Bischof u. andere geistliche Personen von den Erbgütern sonst zu erheben gewohnt
sind, u. verleiht Johann u. seinen Kindern Vollmacht, die beiden Hufen zu demselben Recht zu
verkaufen oder nach ihrem Belieben damit zu verfahren. Johann aber hat sich u. seine recht-
mäßige Nachkommenschaft der Bürgerschaft der Stadt (ciuitati ciuitatis se ... subiecit) unter-
worfen u. erhält für den Fall, daß er oder seine Nachkommen die gen. Hufen verkaufen sollten,
Freiheit von dem Gelde, das gemeinhin „abeuart“ genannt wird, zugesichert. Auch soll er die
Schafherden, soviel immer er haben wird, auf den gen. Gütern ohne Widerspruch des Rats, der
Dorfbewohner u. Bauern weiden dürfen. Z.: die Ratmannen Cunad Godinus, Gobelo gen. Steyn-
coph, Nycolaus Heubet, Hanco v. Richenow (Reichenau) u. Peter Runge, ferner die Bürger
Wolfko, ehem. Vogt, Rudelo in circulo (auf dem [Stadt-] Ringe) 2) Heyno Pezcoldi (Sohn des Petzold)
u. Albert, Notar der Stadt, Ausfertiger dieses. — Bresl. Stadtarch. Urk. G. G. 7c. Orig. Perg.
m. dem an grünen Seidenfäden hängenden, wohlerhaltenen Siegel der Stadt Namslau, das in
der Siegelfläche die obere Hälfte eines quergeteilten linkshin schauenden Adlers zeigt, dessen
Brust mit dem steigenden Halbmonde ohne Kreuz belegt ist; unter dem Adler ein großer 6zackiger
Stern. Umschrift: „†S SVMME CIVITATIS DE-NAMISLAVIA.“ Auf der Rückseite ein
kleines Siegel, das in der Siegelfläche einen ganzen, schwebenden schlesischen Adler ohne jedes
weitere Kennzeichen auf der Brust darstellt, während unter demselben deutlich der 6 zackige
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Stern zu erkennen ist. Legende: „† SECRET -CIVIV NAMSLVIE“3).
Sept. 1 (prima die m. Sept.) im Umgang der Prager Domkirche. Das Prager Domkapitel
läßt auf Antrag des K. Johann v. Böhmen vor Notar und Zeugen die ihm vorgelegten Orig.
Urkunden transsumieren; 1.) v. 17. Jan. 1291 der Herzöge Mesco u. Boleslaw v. Oppeln für den
K. Wenzel II. v. Böhmen betr. u. a. die Hilfeleistung bei der Verteidigung von Böhmen, Mähren,
Polen, Schlesien, Krakau und Sclavien (Schles. Reg. 2179 u. Schlesiens Lehns- u. Besitzurk.
II, 300) und 2.) v. 9. Okt. 1292 des Erzbischofs Jakob v. Gnesen betr. die Verzichtleistung des
Herzogs Wladyslaw v. Kujawien und Sieradien auf die Herzogtümer Krakau und Sandomir zu-
gunsten des K. Wenzel II. v. Böhmen i. Gegenwart u. a. der Zeugen der Herzöge Kasimir v. Beuthen,
Boleslaus v. Oppeln und Nikolaus v. Troppau (Schles. Reg. 2247)4). — A. d. ehemals i. Wiener,
jetzt i. Landesarchiv zu Prag befindlichen Notariatsinstrument abgedr. v. Fiedler i. Arch. f.
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Kunde oesterr. Gesch.-Quellen Bd. 14 (Wien 1855), S. 172/176.
1) Vgl. über diesen Kauf die Schles. Regg. 4015 u. 4318, woselbst es in der Zeugenreihe statt „Breslauer"
„Namslauer“ Bürger u. statt „Johann, Stadtschreiber“ „Johann, Hofschreiber“ heißen muß. Siehe auch Cod.
dipl. Sil. XVIII, Nachtrag, S. 326. 2) Circulus = Ring, Stadtring auch in einer Urkunde vom Jahre 1390 für
Ottmachau belegt, wo es heißt: „domus . . . sita in circulo in acie ad dextram manum.“ Bresl. Staatsarch.
Rep. 102 Urk. Kollegiatstift Neisse Nr. 97. S. auch Markgraf, Die Straßen Breslaus (1896), S. 165 f. 3) Vgl.
dazu die abweichende Darstellung bei Saurma, Wappenbuch der Schles. Städte, S. 210, u. Otto Hupp, Wappen
u. Siegel der deutschen Städte, Heft 2, S. 64, der das oben angegebene Rücksiegel erst aus dem Ende des
14. Jahrh. kennt u. nach den ihm vorliegenden undeutlichen Abdrucken es unentschieden lassen mußte, „ob die
Brust des Adlers hierbei auch mit einem Stern oder mit dem Wappenbilde Odrowancz (ein Hufeisen), wie
4) Wegen der andern am gleichen Tage noch
Saurma mutmaßt, oder iberhaupt mit etwas belegt ist“.
vidimierten Urkunden s. Fiedler i. Oest. Arch., Bd. 14 (1855), S. 176 ff., u. Emler, Reg. Boh. et Mor. IV, 397.
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